Was heisst überhaupt alternativ Leben?

Shownotes

In der letzten Folge dieser Staffel erwartet euch eine Geschichte, die bewegt, berührt und lange nachhallt.
Wie fühlt es sich an, anders zu sein? Was passiert, wenn Vorurteile, Ausgrenzung und Einsamkeit den Alltag bestimmen? Und wie gelingt es, trotz innerer Verletzungen den eigenen Weg zu finden?

Ayscha erzählt offen von ihrer Kindheit in einer Wohnwagensiedlung – von den Momenten, in denen sie sich nichts sehnlicher wünschte, als einfach dazuzugehören. Sie spricht über Ablehnung, Vorurteile und Ausgrenzung, über die Narben, die diese Erfahrungen hinterlassen haben, aber auch über Hoffnung, Stärke und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Eine ehrliche, tiefgründige und emotionale Folge über Identität, Freiheit, Resilienz und die Frage: Was heisst überhaupt alternativ leben?

Diese Folge ist mehr als ein Gespräch – sie lädt dazu ein, zuzuhören, Vorurteile zu hinterfragen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Eine Folge, die unter die Haut geht und die man nicht verpassen sollte.

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen

00:00:06: zu unserer Folge von unserem Podcast Eure Universum.

00:00:31: Bei uns ist heute Aisha, eure Aisha.

00:00:35: Wir werden über das Thema reden.

00:00:36: was heißt überhaupt Alternatives Leben?

00:00:40: und dann starten wir da auch Aisha?

00:00:41: Was ist es überhaupt Alternatives Leben?

00:00:45: Ich glaube es ist natürlich schwierig um das einfach so... in Wortfassen, weil das für ganz viele Menschen auch ganz viele unterschiedlichsten bedeutet.

00:00:53: Ich

00:00:55: glaube grundsätzlich bedeutet es wahrscheinlich für die meisten das Leben außerhalb der gesellschaftlichen Normen.

00:01:04: Für mich persönlich bedeutet es mittlerweile einfach mein authentischer Ich zu leben und ich habe mich dort wie so auch so ein bisschen müssen finden, aber ich bin in der alternativen Szene gross geworden.

00:01:19: Ich bin ein Kind von zwei vollen Bilderbuch-Punks und bin auf Bauwagenplätzen aufgewachsen, eigentlich so mittendrin.

00:01:30: Und an einer kurzen Zeit keine Teeniephase, in der ich mich irgendwie abgrenze, aber gar nicht eine Alternative war.

00:01:38: Die Hauptsache hat für mich wie das Gegenteil von Alternativ bedeutet gleich sein als die anderen drei passen.

00:01:44: Ich habe dann irgendwann meinen Weg wieder zurückgefunden, aber ich hatte einen langen Gefühl.

00:01:52: Entweder muss ich jetzt voll alternativ sein und das heisst, ich muss bei allem so leben wie es gesellschaftlich vielleicht nicht normalisiert ist oder ich lebe anpasst in allem so wie es Gesellschaftlich normalisiert wird.

00:02:08: Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich einfach bin, mein Leben so wie sich für mich stimmig anfühlt.

00:02:13: Ein gewissen Teil ist ... der Gesellschaft kann nur Menschen sprechen und die anderen nicht.

00:02:17: Und das ist wie okay.

00:02:20: Spannend!

00:02:21: Aber in dieser Phase, wo du keine schwere Alternatives leben kannst ... Ist es von dir ausgegangen?

00:02:27: Oder weil die Gesellschaft so stark rebelliert hat, dass du anders

00:02:31: bist?

00:02:34: Ich glaube, es gab verschiedene Ansprache.

00:02:37: Einerseits war es schon für mich als Kind sehr anstrengend.

00:02:43: Ähm... dass man immer so in der Aufmerksamkeit ist und oft in der negativen Aufmerksamkeit ist.

00:02:49: Ich hatte ein langes Gefühl, ich habe das Problem damit wie wir ausgesehen sind.

00:02:54: Aber eigentlich, im Nachhinein hatte ich mehr als andere Probleme, die uns angesehen haben.

00:03:03: Logisch, es kam mit viel Ausgrenzung an.

00:03:05: Das ist jetzt auch schon Zeitliherde.

00:03:07: Heutzutage sind Tattoos noch normalisierter, aber um zwei Tausend herum ... Leute mit Gesichtshus, wie mein Vater zum Beispiel, sind noch mal krasser angeschaut worden.

00:03:18: Und ich glaube schon, dass das sicher mit Tricks spielt hat, dass man natürlich nicht ... gerade in der Teenie-Zeit wird man nicht... immer die anderen sind und mit denen auf den Finger gezeigt wird.

00:03:28: Und immer die, die völlig aus der Reihe tanzen.

00:03:31: Ich glaube das ist schon ein grosser Aspekt.

00:03:34: Der andere Aspekt ist auch einfach normal wenn man so Teenie ist.

00:03:36: Man muss sich ja irgendwie abgrenzen für die Eltern.

00:03:39: Die meisten Leute rebellieren dann gegen ihre Eltern mit vielleicht ihnen umgekehrt, dass sie dann auch finden, jetzt gehe ich lang raus und trinke gut oder ich weiss doch auch nicht was.

00:03:50: Meine Rebellion ... Wie rebellierst du gegen Eltern, die Pank sind?

00:03:54: Wie rebelliere ich dich gegen so repelische Älteren mit Brav sein.

00:03:59: Mit... Auf einmal einfach nicht am Abend rauszugehen und schicklich leider anlegen.

00:04:05: Und einfach anders sich abgrenzen wollen.

00:04:09: Es ist spannend, weil eigentlich so wie Leute sich anlegen oder ... Wahrscheinlich war alles ästhetisch.

00:04:14: Die Leute haben das gesehen.

00:04:16: Aber ein Mensch kennengelernt braucht viel mehr!

00:04:19: Und es ist schade, dass man sich nur auf das Aussehen verletzt.

00:04:27: Ja und auch mit was man verbindet.

00:04:30: Ich glaube schon, die Kleidung ist Kommunikation.

00:04:33: Es werden verschiedene Sachen damit verbunden.

00:04:39: Ich würde mir wünschen, dass die Leute ein bisschen offener sind zum sich am Gegenteil überziehen lassen oder zumindest ihre Vorurteile nicht so lautflüstern, dass wir sie hören.

00:04:50: Aber du bist jetzt total überzeugt, dass du so leben möchtest.

00:04:55: Gemäss deine Aussagen.

00:04:56: Verstehe ich das richtig?

00:04:58: Und was heisst es?

00:04:59: so Leben

00:04:59: ... Dass du so lebt wie du bist, dass dein Authentischer ist oder dass du einigst, so wie du warst.

00:05:05: Ja.

00:05:06: Du bist hundertprozentig überzogen.

00:05:08: Dass ich so ein authentisches Leben habe hier.

00:05:10: Absolut!

00:05:11: Das ist doch schön.

00:05:13: Gibt's dann Momente, die du irgendwie gesagt hast Du hast ja schon vorher erwähnt, oder du hast ja ein bisschen Krisen gehabt in deiner Jugendzeit.

00:05:23: Aber gibt es irgendeinen Moment im Leben wo du gesagt hast ich will auch mal etwas anderes?

00:05:29: Wie alt bist

00:05:30: du?

00:05:31: Jetzt bist du ja auch mit einer Erwachsenen- und intelligenten Person.

00:05:37: Du hast sehr viel erlebt, sehr viel gelernt.

00:05:40: Wenn du jetzt zurück schaust wirst du etwas anders machen?

00:05:42: oder würdest du genau so jeden Schritt machen wie du bis jetzt gemacht hast?

00:05:48: die Kinder fragen, so leben und akzeptieren.

00:05:52: Ich

00:05:54: finde es immer eine schwierige Frage mit Würsten sie noch einmal gehen zu Hause machen.

00:06:00: Ja, ich glaube, das Amand hat alles seinen Sinn an das, glaube ich.

00:06:03: Und ich glaube es hat wie ja alles so müssen kommen und sein, wie es jetzt gesehen ist... ...und ich habe den Weg mit allen Umwelten gebraucht zum irgendwie zu mir finden.

00:06:17: Ja, stelle ich mir wieder die Frage an, ob ich etwas anderes mache oder nicht.

00:06:22: Doch was ich vielleicht in Zukunft anders machen möchte ist, dass ich mich nicht mehr verstellen will, um einfach nur zum Drei zu passen.

00:06:31: und das ist genau das, was ich meine mit meinem authentischen Ich-Leben.

00:06:34: Egal, ob es da rein passt oder dort rein passt.

00:06:40: Ich möchte mir nicht mehr mich verstellen ... in irgendeiner der Schublade gut passen können.

00:06:47: Und das habe ich natürlich auf diesem Weg immer wieder gemacht, und das will dein Zukunft nicht mehr

00:06:53: machen.".

00:06:54: Das ist aber sehr schön!

00:06:55: Und auch mutig, oder von dir?

00:06:57: Ja vielleicht.

00:07:00: Eigentlich wäre es mutig für alle, dass man so ist wie man eigentlich sein will.

00:07:06: Braucht ihr irgendetwas Spezielles um sich als alternatives leben überall geleistet zu

00:07:10: können?".

00:07:11: Ja, jetzt, wo du gerade so vor Mut geredet hast, braucht es schon eine gewisse Masse.

00:07:17: In einer gewissen Masse muss man sich auch gegen etwas stellen.

00:07:25: Man kommt in die negative Aufmerksamkeit und wird konfrontiert mit Voteln, z.T.

00:07:30: aber auch mit verschiedenen Gesetzesordnungen.

00:07:35: Ich bin auf dem Bauwagenplatz aufgewachsen, meine Mutter vor allem kommt aus der Hausbesetzerszene.

00:07:41: Und das ist natürlich die ganze Hausbesetzung in einem legalen Graubereich.

00:07:49: Ausdessen entwickelt sich dann die Wagenplatzszene, wo am Anfang immer wieder ... die Leute wieder verschoben oder verscheucht worden sind, bis sich jetzt – also mein Mann ist immer noch auf dem Wagenplatz.

00:08:00: Möglicherweise gibt es jetzt wie ein duldiges Vertrag aber auch das braucht halt wie Energie und auch irgendwie Bereitschaft zum Anzeigen in diesem Sinn dann vielleicht auch zu überkommen für diese Wohnformen wenn das wirklich das ist was du willst oder wie du dich ausdrucken willst.

00:08:20: Und das andere, auch noch mal aufs Wagenplatzleben bezog ich es jetzt mega bei meinem Mami und meiner Eltern.

00:08:27: Und ein Wagenplatzleben braucht einfach kribbeliche Fitness.

00:08:31: Du musst dein Wasser selber tragen, du musst für den Laufen zum WC, du wirst innen rausgehen ... Du musst Holz holen, du muss den Ofen einführen... Also das braucht eine gewisse Fitness-Zeit Energie oder wie du das investierst.

00:08:51: Und ich glaube ja, die Bereitschaft der Brust auf jeden Fall.

00:08:56: Wie lebst du denn jetzt?

00:08:58: Du lebst auch nicht mehr mit deinem Mami, oder?

00:09:02: Nein!

00:09:02: Also ich bin mit den Sechzehn ausgezogen vom Wagenplatz und habe dann zum ersten Mal so richtig bewusster in einer klassischen Führwand gewohnt.

00:09:15: Das ist eine ganz spezielle Der andere war irgendwie auch.

00:09:22: Einmal habe ich gemerkt, dass ich Blutstärke vermisse.

00:09:27: Es ist halt immer Konzert und Ludemusik.

00:09:31: Eigentlich ist das so wie etwas, wo man sich ansteuern würde.

00:09:34: Aber als du auf einmal weg warst ... Ich dachte, es geht schon aus.

00:09:40: oder dass man gar nicht weiss, was für Wetter draussen ist.

00:09:43: Man denkt wie wissen die Leute, wie sie sich am Morgen anliegen?

00:09:46: Im Wagen bist du schon zehnmal draußen bevor du irgendwo hingehst.

00:09:51: Bin ich am Anfang sehr oft aufgeregt mit falschen Kleiderübungen bis ich checke dann auch, ob man jetzt irgendwie im internationalsten Wetterbericht anschauen muss.

00:10:00: Genau.

00:10:01: Und dann bin ich viel zügelt, in verschiedenen Gemeinschaften gewohnt und habe noch einmal im Bauwagen gewohnte.

00:10:10: Was mega schön war, auch weil es meine bewusste Entscheidung war nicht die von meinen Eltern, sondern ich habe mich für entschieden mit allem was dazugehört.

00:10:21: Ich habe gemerkt, ich liebe das Bauwagenleben.

00:10:24: Ich liebe es megafest mit allem, was danzugehörte Und ich würde auch gerne jetzt noch im Bauwagen leben, aber das halt wie nur an so wenigen Orten möglich ist wegen der Gesetzgebung.

00:10:37: Wo ich jetzt leider wieder in einer Wohnung und bin nicht zu glücklich damit muss ich sagen!

00:10:42: Aber eben im Moment mit der Ausbildung und alles bin ich einfach geografisch sehr bunde und es gibt gerade wie einfach nicht die Möglichkeit im Moment.

00:10:53: Aber in Zukunft würden wir schon wünschen... Mit einem anderen Leben, was ich jetzt gerade mache?

00:10:59: Ist das nicht so, wenn man in einer Wagen wohnt oder mit sehr viel.

00:11:04: Man ist ja viel draussen.

00:11:06: Man sieht schon sehr viel, dass man sich auch besser kennt und sich mehr an seine Grenzen

00:11:12: kommt.

00:11:12: Dass man mehr so Lösungsorientiert sein muss oder dass man schauen muss wie komme ich hier, was brauche ich wo gar nicht.

00:11:19: Oder denn er ist eigentlich durch ein alternatives Leben im Reich noch mega viel.

00:11:26: Fähigkeiten, die man sich erschafft in so kurze Zeit?

00:11:29: Absolut.

00:11:29: Es gibt

00:11:30: auch gewisse Kreativitäten.

00:11:32: Ich weiss noch zum Beispiel dort, wo ich aufgewachsen bin, wenn es gestürmt hat... Also wenn es festgerechnet gestürmt hat, dann haben immer solche Wege gewackelt und es ist im Eiseriesel ... Erlebt das fast schon.

00:11:45: Und zum Teil sind dann halt auch Sachen kaputtgegangen, weil es jetzt nicht in einer Wohnung ist, wo du einen Vermieter oder eine Vermieterin hast, die sich darum krümmert, dass nichts kaputt geht.

00:11:54: und wenn etwas kaputtgeht, kannst du den Anleiter, der Verwaltung anleiten.

00:11:59: Das kann man bei uns nicht.

00:12:01: Dann gab es ja auch Situationen, wo wir mitten in der Nacht alle über dem Gehäufer Dach wegflogen haben müssen oder irgendwie ein Dach kaputt gegangen ist und es voll eingegregnet hat.

00:12:12: Einerseits tut es die eigene Fähigkeit und Kreativität anregen, aber auch Gemeinschaft.

00:12:18: Denn oft ist Alternatives-Leberjahr in Gemeinsachten.

00:12:21: Und das ist ja wieder so.

00:12:24: die Abhängigkeit, die man voneinander hat.

00:12:27: Das ist natürlich viel größer als ein Wohnblöck, sag ich jetzt mal, wo du gar nicht mehr so viel miteinander zu tun hast.

00:12:34: Sondern dort kommst du dann halt in der Nacht zusammen und schaust, dass das Dach irgendwie von deinem Geib über ... wenn ich ans Professorisch gepflegt werde und am nächsten Tag schaut, dann halt miteinander wie es weitergeht.

00:12:46: Und ich glaube das ist schon etwas mega wertvolles und auch etwas Schönes.

00:12:49: Ich muss sagen, dass es schon etwas vom Schönsten meiner Kindheit, so ein bisschen das Gemeinschaftsgefühl, dass Leute miteinander sind.

00:12:58: Am Abend hat es immer einen Führer gegeben.

00:13:02: Ja, du hast andere Leute, die noch helfen.

00:13:04: Meine Mutter war alleine.

00:13:05: Sie hatte einen Leuten, der auch auf mich geschaut hat.

00:13:08: Wenn sie weg war, war es immer jemand da.

00:13:12: Ich glaube, das ist eine Ressource, die im alternativen Leben mehr wieder zum Forschen kommt als jetzt zu meinem weniger alternativer Leben so aus meiner Sicht.

00:13:24: Bist du dann ... gibt's

00:13:27: z.B.,

00:13:27: bis jetzt?

00:13:29: Hast du irgendeinen schwierigsten Moment auf deinem Weg gekauft?

00:13:33: Wenn du so lebst.

00:13:35: Jetzt in Bezug auf das alternative

00:13:36: Leben?

00:13:37: Ja, jetzt gibt es irgendetwas, was am schwierigsten gewesen ist.

00:13:40: Zum Beispiel dass jemand Urteilt hat über deine Eltern und du musst reagieren.

00:13:47: Oder wo Leute nicht verstanden haben, warum lebst du jetzt so?

00:13:52: oder im sozialen Bereich, wenn man mit sehr vielen Menschen meint ja... Man redet ja auch viel, wo man das Gefühl hatte, ich fühle mich nicht verstanden.

00:14:01: Warum ist es so schwierig zu akzeptieren, dass ich jetzt auch anders bin?

00:14:06: Weil eigentlich ist die Diversität eine grosse Stärke, aber das sieht wenig Menschen aus.

00:14:12: Also wenn du gesagt hast, du bist in der XXIII-Jahre irgendetwas, was du am Schwierigsten warst für dich umzugehen.

00:14:19: Also

00:14:19: all das was du gesagt hattest, war ständig so.

00:14:21: Vor allem als Kind.

00:14:30: Es war stendig so.

00:14:31: Das war mega schwierig.

00:14:32: Ich glaube, wir alle wollen doch irgendwie auch der Zugehörer und akzeptiert werden wie wir sind und nicht das Gefühl bekommen, du bist irgendwie die komischste.

00:14:42: Also ich glaube, dass keiner den meisten ... Das ist nicht ein angenehmes Gefühl, wenn du da außenseiterin bist.

00:14:48: Und das war natürlich die ganze Zeit.

00:14:51: Man muss dazu sagen, dass meine Mutter mich relativ jung überkommt.

00:14:56: Ich war auf unserem Wagenplatz als ältester Kind.

00:15:00: In der Schule war ich wie die Erste, die von diesem Ecken hoch ist.

00:15:06: und die Kinder, die jetzt im Wagenplatz wohnen und in den Schulen gehen, haben eine ganz andere Erfahrung.

00:15:12: Weil jetzt ist es schon ein bisschen bekannter, man kennt's, die Leute haben bereits das Punkt gehabt, die Welt hat sich weiterentwickelt.

00:15:19: aber wo ich dort heimgekommen bin ... Ja, es gab mega viel Ausgrenzung und mega viele Vorurteile.

00:15:26: Mein Vater wohnte später auf Wagenplatz in Österreich.

00:15:30: Und da kam ein Filmteam, weil das noch nicht so akzeptiert war wie in der Schweiz und auch in den Medien mit dem ganzen Wagen-Platz.

00:15:39: Die haben mich dann interviewt, also überhaupt nicht nach dem Konsens von meinem Vater oder irgendjemandem gefragt und haben ganz komische Fragen gestellt ob ich eine Dusche habe?

00:15:50: Ob ich in die Schule gehe?

00:15:52: Also oft haben Leute wirklich ... Ich war fast schon zufrieden.

00:15:56: Sie haben so eine gewisse Vorurteile auch in Bezug auf sie.

00:16:03: Wir sind dreckig, wir sind asozial und kriminell.

00:16:08: Wir haben es lange mal in einem recht katholischen Ort gewohnt.

00:16:13: Da kam dann auch viele Tiefelsfamilien an.

00:16:17: Ich komme von der Tiefel-Familie...

00:16:19: Also

00:16:20: ganz heftige Aussagen!

00:16:22: Und auch in der Schule ... Ich wollte mich mit einem Mädchen anrunden.

00:16:26: Eigentlich haben wir es in der Schule sehr gut gehabt, aber immer wenn ich mit ihr abmachen wollte, konnte sie mir nicht gehen.

00:16:33: Irgendwann habe ich sich gefragt, ob ich die Wildschweine überhaupt mit mir abmache, weil du das einschimmert und dann geht's aber irgendwie nie.

00:16:40: Dann hat sie angefangen zu berühlen und fand, meine Eltern erlauben es mir nicht mit dir zu sein.

00:16:47: Wo du herkommst, darf ich nicht mehr so Leute wissen zu tun haben.

00:16:51: Das hat man natürlich mega verlegt!

00:16:53: Und ich weiss noch genau, wie die Eltern im Schulalhasa kamen.

00:16:56: Ich habe bei ihnen zu Hause gesagt, sie gab mir auch die Hand.

00:17:01: Der Vater hat mir die Hand gegeben und der Mutter hat mich verweigert.

00:17:05: Es war eine Grundschule vor mir.

00:17:09: Dem Vater, also ihrem Mann, sagte er, er soll jetzt die Hand wäschen.

00:17:15: Okay?

00:17:16: Ja, und so Sachen.

00:17:16: Das ist für mich mega.

00:17:18: Ich war sehr traurig.

00:17:21: Wie

00:17:21: bist du dann ... Das sind ja ganz schlimme Situationen, wo du erlaubt hast.

00:17:25: Wie bist du denn mit dem emotionalen Umgang?

00:17:28: Hast du den mit deiner Mutter geredet?

00:17:30: Du hast keine Geschwister, die oder?

00:17:32: Halbgeschwister.

00:17:33: Die sind nicht mehr aufgelassen.

00:17:35: Aber wie hast du mit deine Mutter gredet?

00:17:37: Oder hast du... Mit wem hast du dann alle die emotionale Schwierigkeit und wie bist du mit ihm umgegangen?

00:17:43: Ich finde das sehr spannend dass man ja wie wenn wir über alternatives Leben gehört.

00:17:50: es gibt immer noch sehr viele Vorurteile Vielleicht nicht so viel wie wenn du auf die Welt kommst, aber es gibt immer noch und deswegen bin ich sehr spannend im Thema.

00:18:02: Aber finde ich auch, man vergisst auch viel ... Wie geht man den emotionalen?

00:18:07: Was belastet einen?

00:18:09: Weil ich finde, mentale Zustände sind etwas sehr Wichtiges.

00:18:13: Das sind ja Traumene, die für das Leben bleiben.

00:18:16: Vielleicht Traumens ist wahrscheinlich ein grosser Wort, aber Verletzungen.

00:18:21: Als

00:18:22: Kind war ich schon sehr fantasievoll und habe mich sehr viel in meine Fantasiewelte begonnen.

00:18:32: Das ist so wie mein Safe Space gewesen.

00:18:38: Zum Teil habe ich dann eben probiert, dass es mich abpasst oder ich anfange auch zu lügen.

00:18:41: Ich hatte dann gedacht, ich wohne in einem Haus.

00:18:44: Oder er hat den Leuten gesagt, ich bin dort... Wenn ich neue Kinder kennengelernt habe, habe ich immer darauf geachtet, dass sie nicht herausfinden von wo ich komme.

00:18:56: Das wäre ja eigentlich nicht so ein guter Weg zu sein und damit umzugehen.

00:19:02: Aber ich habe mich geschaut, als ob ich verheimlich war oder wenn wir in der Stadt waren mit den anderen Kindern.

00:19:10: Und dann haben wir Leute gesehen vom Wagenplatz.

00:19:12: Dann habe ich schnell weggeschaut.

00:19:13: Hoffentlich sehen Sie mich nicht, hoffentlich sagen es nicht heu.

00:19:16: Es ist doch viel Vermeidung.

00:19:20: Ich habe in meiner Mutter schon viel Vorwürfe gemacht,

00:19:23: um

00:19:24: zu leben.

00:19:25: Und ich bin auch in einem Haus wie die anderen wohnen und es ist mir sehr gemein.

00:19:31: Aber ich habe nicht verstanden, dass das Lebensrealität von meiner Mutter kein einfacher war.

00:19:35: Es stand auf finanziell keinen guten Tag und hatte zwei Chips.

00:19:42: Keine Unterstützung von meinem Vater hat finanzielle ... Und auch wenn man gesagt hat, dann müssten wir in einem Block ... Zoberst oben im Block.

00:19:52: Ich wäre dort unglücklich.

00:19:55: Ich weiss nicht, ob du so viel glücklicher wärst?

00:19:58: Ja, aber als Kind konnte ich das natürlich nicht nachvollziehen wie ich es heute

00:20:02: fange.

00:20:03: Jetzt hast du gerade gesagt, du wirst deine Eltern vorführen gemacht.

00:20:07: Hast du dann im Laufe der Zeit auch mal dich entschuldigt bei deiner Mutter?

00:20:12: Wir haben viel darüber gegeben.

00:20:14: Also mit meiner Mutter... Das schützt sich sehr.

00:20:17: Man kann über diese Zeiten sehr gut reden und Verständnis voneinander entwickeln, oder für die Version, bei der wir damals waren, sie für mich und ich für sie.

00:20:29: Ja, da bin ich mir dankbar und habe einen grossen Respekt vor dem, wie meine Mutter mich gross zog hat, weil ich meistens nicht einfach war.

00:20:35: Und auch, wie sie jetzt noch lebt, ich finde es eigentlich sehr bewundernswert, dass sie sich selber auch so traubleiben ist all die Jahre, aber jetzt sich noch so trauer ist.

00:20:44: Aber ihr Leben, auch jetzt als immer älter werden die Frauen auf dem Wagenplatz weiter lebt und weiter so fit ist.

00:20:53: Und das alles macht.

00:20:55: Ich wünsche mir mega fest für Sie, dass ich das so lange möglich

00:20:59: kann!

00:21:00: Ich finde es mega schön, dass sie das immer authentisch war mit sich selber.

00:21:05: Es arbeiten sehr viele Menschen nicht.

00:21:06: Es gibt viele Menschen, die das noch nie gelernt haben oder noch nie geschafft haben ... Dass das Mami es geschafft hat, bis jetzt ist sie eine ganze mutige und starke Persönlichkeit.

00:21:17: Kennen Sie nicht?

00:21:18: Aber von deiner Aussage nehme ich das so wahr!

00:21:22: Mega schön!

00:21:24: Kann man denn ein alternatives Leben haben und gleich vom System gehören der Gesellschaft?

00:21:30: Ich sage, da gibt es auch sehr viel Schwierigkeit.

00:21:32: aber was müsste den System sich ändern, dass alternative Menschen sich trink hören in der Gesellschaft?

00:21:41: Ich glaube, es gibt ja jetzt schon verschiedene Mischformen.

00:21:44: Also ich glaube auch nicht losgelöst vom System.

00:21:51: Es gibt Menschen die machen das.

00:21:52: Die leben wirklich ganz autark und losgelösst vom System.

00:21:55: aber was ich schön fand ist wenn wir mehr Lebensraum für alternative Wohnforme zum Beispiel Abboten werden.

00:22:10: Das ist das ganze Thema mit den ganzen verschiedenen Zonen in der Schweiz.

00:22:16: Mit Industriezonen, Grünzonen und Wohnzonen.

00:22:20: Dass es dort einfach eine neue Zone wie kreiert wird für alternative Wohnformen.

00:22:29: Sodass man sich nicht nur illegalität begegnen kann zum Beispiel im Wagenleben.

00:22:37: Sondern dass einfach dort so ein bisschen mehr ... Möglichkeiten haben wir geschaffen werden.

00:22:41: Das finde ich wie schön und ich bin eine grosse Befürworterin von bedingungslosem Grund gekommen und all diesen Sachen, die ich schon ansonsten gefühlt habe, wenn mir mich nicht so abhängig davon wäre, dass man eigentlich ... im System bewegen, um überhaupt überleben zu können.

00:23:05: Dann gibt es auch viel mehr Raum für ganz neue Ideen und neue Möglichkeiten, die Leute ihres authentischen Selbstwohnern wiederkommen ... Auch!

00:23:16: Für die Gesellschaft?

00:23:17: Ähm... Für den Holen.

00:23:20: Also z.B.

00:23:21: im Wagenplatz in Österreich hat das so schön gefunden.

00:23:24: Sie haben mega probiert aber jetzt sind sie noch viel mehr im Kampf gewesen zum Ihren Platz wie so ein bisschen In der Stadt.

00:23:33: Wie sagt man das?

00:23:34: Er hat dann viele Demonstrationen und Petitionen gegeben.

00:23:41: Auf jeden Fall haben die auch gesagt, dass sie einen Ort machen wollen für die Stadt.

00:23:45: Das war in Wien.

00:23:46: Die haben dann gefunden, ob es ein Open-Air-Kino gibt.

00:23:49: Manche machen verschiedene Kunstformen, die eine Aufführung machen wollen.

00:23:56: Wir wollen Pizzaabend machen ... Wo alle können kommen, wo alle können da sein.

00:24:01: Und wir wollen das auch öffnen für die Stadt miteinander.

00:24:06: und ich glaube... Dort gab es so viele Ablockungen und es ist doch mega schade!

00:24:10: Es ist doch sehr schön, wenn es wieder Räume gibt, die einander etwas geben können.

00:24:18: Ist es dann einfacher in anderen Ländern als in der Schweiz zu leben?

00:24:22: Nein,

00:24:23: die Schweiz ist eigentlich ziemlich einfach.

00:24:24: Ich weiss nicht, wie es jetzt heutzutage in Österreich war.

00:24:28: Damals war es schwieriger in Österreich als in der Schweiz, was das Bauwagen betrifft.

00:24:36: Klar, in anderen Ländern, wenn man aus dem deutschsprachigen Raum rausgeht ... Portugal ist ein Beispiel für Ausstiegern.

00:24:46: In den Süden hat es viele alternative Communities oder auch gerade in Südamerika.

00:24:52: wenn man jetzt in die ganze Welt aussieht.

00:24:55: Und klar gibt es natürlich viele Länder, wo einfach weniger, ich sage mal unflexibel sind mit ihren Regeln.

00:25:02: Die Schweiz ist halt sehr unflexible mit ihren Regelungen.

00:25:05: Das ist Regeln und sie kann auch nicht situativ um einen Millimeter immer bewegt werden.

00:25:13: Und das ist natürlich in anderen Ländern oft etwas anders.

00:25:17: Und dass er möglichst dann wieder so ein bisschen mehr Freiheit oder eben mehr Beweglichkeit.

00:25:24: Ich weiss nicht, ob es stimmt.

00:25:26: Man sagt auch, dass alternative Menschen kein Auto haben.

00:25:30: Lieber ÖV-Fahrer und ich habe das gehört... Also jemand erzählt das so von alternativen Menschen.

00:25:38: Ist das jetzt etwas wahr?

00:25:39: Oder ist einfach das was die Leute denken?

00:25:42: Ich glaube also das sind halt einfach so Klischeen aus.

00:25:47: Die würde ich jetzt niemals so tätigen.

00:25:49: Das würde ich nicht pauschal sagen.

00:25:51: Es gibt sicher Leute, die Autos haben und keine.

00:25:57: Ich glaube es kommt auch wieder auf deine Lebenssituation darauf an was du brauchst, was du nicht brauchst.

00:26:02: Was ich sage ist das Gefühl, dass natürlich viel Alternativleben die Menschen sich politisch in der Links bewegt und ihnen ökologische Themen hochwertet.

00:26:17: Und dort kommt natürlich das Thema dann mit dem Auto vielleicht schon ins Spiel, aber jetzt nicht, dass ich sagen würde, alternativen Leute, alle keine Autos.

00:26:25: Gibt es denn Ängste?

00:26:28: Wenn du jetzt würdest sagen, gibt es Menschen, die du kennst und würden gerne ein Alternatives leben haben, aber einen

00:26:34: Angst?

00:26:36: Oder hast du das Gefühl, dass Menschen Angst haben?

00:26:39: Eigentlich findet sie vielleicht sehr stark.

00:26:43: dass er euer Authentisch ist, dass ihr ehrlich mit euch selbst seid.

00:26:48: Und gibt es Menschen, die vielleicht das auch wollen?

00:26:51: Aber durch die verschiedene Ängste der Gesellschaft und was denken diese Leute über mich, dass sie nicht machen?

00:26:59: Das denke ich schon.

00:27:00: Ich denke, das haben wir alle irgendwo.

00:27:03: Also auch mir, die alternativ leben, haben das immer noch.

00:27:08: Es ist wie so das.

00:27:09: Sie sind authentischer, ich lebe... Es kann mega Angst machen.

00:27:15: Und ja, ich denke schon, dass es Leute gibt in der Gesellschaft, die einen gewissen Teil gerne etwas anders machen würden, aber Angst haben, dass sie nachher ausgeschlossen werden.

00:27:26: Aber wer ist nicht?

00:27:27: Eigentlich oder Alternatives Leben ist eigentlich, wenn ich so richtig verstehe... Man lebt in Gemeinschaft und man wird soziale Kontakte, man ist nie alleine hat Schwierigkeiten, man sucht Lösungen.

00:27:42: Eigentlich ist es etwas Schönes?

00:27:44: Ja also ich finde auch.

00:27:46: Also wenn ich dich so jetzt höre und auch deine Wörter probiere zu verstehen oder das ist eigentlich was Schönes.

00:27:54: Warum gibt es so viel Kritik oder so viel Unwissen?

00:28:02: oder man hat ja Unwisse dann fangen wir einfach an zu reden weil das was die anderen sagen wollen.

00:28:07: Eigendlich wäre es schön wie du mal verstehst.

00:28:10: Oder ich würde z.B.

00:28:11: sagen, Einen zeig mir mal, wo du gelebt hast, oder?

00:28:13: Dann wirst du mir das zeigen und dann zeige ich dir Interesse.

00:28:16: Und nachdem kann man natürlich deine eigene Meinung sich bilden.

00:28:20: aber eigentlich bevor man nicht etwas erlebt oder genau weiß um was es geht, kann man eigentlich sich keine Meinung bilden finde ich persönlich.

00:28:28: Warum ist das so schwierig?

00:28:31: Eigentlich wenn jemand mir sagt, Ich lebe alternativ, ich bin glücklich, ich gehe meine Sachen am Sego-Bahn also meine Kleider im Sego Ich muss meine Wasser selber holen.

00:28:43: Eigentlich ist es schön, man macht einfach etwas für sich und seine Seelen.

00:28:49: Würde ich jetzt persönlich nie kritisieren, aber ich bin natürlich auch aufgewachsen mit sehr vielen Menschen.

00:28:55: Nicht Alternatives Live-Aber mit sehr viel Menschen!

00:28:57: Ja

00:29:00: also ich glaube das ist nicht alle dick nur un... wie

00:29:05: sagt man's?

00:29:05: Unwissen Und realistisch?

00:29:07: Ja, also für sich Kritik ist ja auch berechtigt.

00:29:10: Genau so wie bei jeder anderen Lebensform.

00:29:15: Logisch gibt es Sachen wo man auch an kritisieren dürfen und auch muss.

00:29:19: kritisiere auf verschiedene Lebensformen.

00:29:22: Ich glaube halt wie jetzt... Aber es geht ja in alternativen Szenen verschiedene Bubbles.

00:29:28: Ich bin hier in der Punk-Bubble aufgewachsen, dann bin ich jetzt selber ein bisschen mehr so in dieser Hippiebubble vielleicht aber jetzt so in einer Punk-Bobble die ich aufgewacht habe.

00:29:37: Ja, das würde ich gerne provozieren.

00:29:39: Natürlich!

00:29:41: Es ist eine Vollprovokation und sie wollen es auch anmixen oder sich wenden zum Teil, dass die Leute über sie aufregen.

00:29:48: Das habe ich mich so ausgefühlt oder?

00:29:52: Und ich habe mich schon auch irgendwie so ausgekannt, ja, das ist jetzt wie so... Ich könnte jetzt auch weniger auf Provokaten und Angriff irgendwie angehen.

00:30:02: Aber ... Ich glaube, es war einfach ihre Art wie sie versucht haben ihre Wut oder ihres Unverständnis oder ihre Gefühl auszudrucken wie sie sich behandeln gefühlt.

00:30:19: Oder was sie sich wünschen.

00:30:21: Aber ja das ist zum Teil provozierend.

00:30:23: Das kann ich auch verstehen dass sich dann auch die Leute zum Teil provoziert fühlen und dann irgendwie findet warte sind mega laut immer Im Punk sind natürlich auch viele Leute, die öfters trinken oder viel das Party machen.

00:30:39: Oder Menschen, die vielleicht in anderen Kontext ...

00:30:45: Aber das gibt es ja überall?

00:30:48: Ja, das gibt's überall!

00:30:49: Logisch, aber ich glaube, dass das schon mit dem Grund ist, warum... Warum so viel Glockenwind habe ich es halt auch da ist, weil die sagen, wow jetzt kommen hier irgendwie so bunte Vögel und du mischt einmal das Roteteck eigentlich.

00:31:03: Und ich glaube wie dass das halt gerade für Leute, wo das überhaupt nicht kann hat und mit dem noch nie Berührung gehabt haben.

00:31:10: Die haben einfach Angst, weil sie es nicht können einschätzen, sie nicht können einordnen, nicht wissen wieviel von ihnen ist.

00:31:16: Wie einfach.

00:31:16: hey, wir tun einfach gerne lute Musik los oder so.

00:31:19: Und wie viele von denen ist dann eigentlich wirklich ... etwas Gefährliches.

00:31:24: Also ich weiss noch, Halloween... Ich habe dann irgendwie mitbekommen an Halloween gönnt ja alle gehen luten und dann haben sie irgendwie den Schuhl gesagt, ja schau dir das so, dass es genug Süßigkeiten gibt für die Kinder, die zu euch kommen.

00:31:37: Dann hat meine Mutter gesagt, wir müssen dann noch eine Süßigkeit drauf für die Kind und zu uns kommen.

00:31:41: Sie sagten auch, zu uns kommt kein Kind.

00:31:44: Zu uns kommt keine Kinder?

00:31:46: Ja, diese haben Angst!

00:31:47: Oder die Eltern sagen, die dürfen nicht zu uns komme.

00:31:49: Und jedes Jahr habe ich so gekauft, dass Kinder zu uns kommen und zu uns gelaufen können.

00:31:56: Sie sind nie gekommen.

00:31:58: Weil sie Angst gehabt haben von diesem Ort ... Ich weiss auch nicht, ob das Gefühle aussieht.

00:32:03: Unser Eingang war irgendwie mit einem Knochen auf einem Motorrad, der noch zusammengeschweißt ist.

00:32:12: Das sind also Eindrücke, in denen wir Angst machen könnten.

00:32:16: Hinter dem, irgendwo ein kleines Mädchen mit Süßigkeiten steht und einfach nur hofft, dass jemand klopft, weil er sich meine Süßheiten geben kann.

00:32:23: Was ja gar nicht gefürchtig ist ... Das sieht halt die Leute nicht, wenn sie nur der Eingang sind.

00:32:27: Weil sie sehen halt wie nicht dahinter.

00:32:29: Ja.

00:32:29: Bist du denn nie mit ihnen mitgegangen?

00:32:32: Mit den Kindern?

00:32:33: Ja, also mit den Wagenplatz-Kinder haben wir zum Teil das auch so etwas gemacht.

00:32:37: aber ich kann mich schon fest daran erinnern, ah, ich wünschte es würde auch zu uns.

00:32:43: Nicht kommen, oder?

00:32:45: Ich wünsche mir dir nicht Angst vor uns.

00:32:47: Es

00:32:48: ist spannend, wenn du so redest.

00:32:50: Da komme ich sehr viele Gedanken an.

00:32:51: Aber ein Gedanke ... Die Menschen, die sehr weisen sind und über die schönsten Gefühle der Menschheit sprechen, sagen immer eigentlich das Leben.

00:33:04: Die schönsten im Leben sind die Momente, in denen man kein Geld ausgibt, sondern schätzt.

00:33:13: zum Beispiel den Kaffee am Morgen.

00:33:15: Man steht auf und hat so viele Leute, die dir guten Morgen sagen.

00:33:18: Oder man feins essen mit Freunden oder was auch immer.

00:33:23: Und wenn ... Ist das nicht so eigentlich wie ein Dilemma?

00:33:30: Das heisst, wenn du jetzt überlegt bist ... Jetzt versuche ich meine Wörter zu erklären.

00:33:35: Wenn du jetzt darüber legst, will man ja eine glücklichste Liebe haben.

00:33:41: Aber eigentlich ... Möchten wir alles haben.

00:33:44: Und ich glaube, das Problem von den Menschen ist, man will alles haben und man kann nicht alles haben, man muss ja Prioritäten setzen.

00:33:51: Wenn man das wenig kann, weil man das Gefühl hat, oh, ich muss so viel Geld machen oder ich muss vielleicht kein Geld haben aber ich muss einen sehr schönen Mehraussicht haben.

00:34:04: oder warum ist es so schwierig einfach sich selbst zu sein und sich zu akzeptieren?

00:34:13: Das ist eine schwierige Frage.

00:34:16: Ich glaube, gerade auch in der Schweiz ist es sehr bekannt für ihre Leistungsdruck, wo man eigentlich von klein auf so sozialisiert wird immer weiter, immer höher und nie gut genug.

00:34:29: Du musst immer mehr haben.

00:34:32: Wer mehr hat, ist auch mehr.

00:34:34: Und ich glaube das sind schon einfach auch Sozialisierungsfragen, die natürlich dann schwierig sind wenn man so ... ...konditioniert wird, um dann irgendwann... Ja bist du dann ein Wachser und stehst dann da und denkst du vielleicht auch ich weiss doch nicht was ich will.

00:34:51: Ich weiß ja gar nicht wer ich bin oder ich weisse überhaupt nichts.

00:34:53: Was wäre eigentlich mein Weg?

00:34:56: Weil man gar nicht den Raum bekommt zum das überhaupt mal rauszufinden.

00:35:01: Oder der Raum bekommt zu einmal auf die Suche gehen.

00:35:04: Wer bin ich denn und was will ich überhaupt?

00:35:07: Weil für dieses authentische Ich-Zu-Leben musst du es jetzt erst... Ich muss es wie zuerst entdecken und greifen.

00:35:17: Aber kennst

00:35:19: du dich?

00:35:21: Mittlerweile kann ich sagen, dass ich mich kenne.

00:35:25: Es war nicht immer ein einfacher Weg, sondern ein einfacher Prozess.

00:35:28: Man hat viel Raum gebraucht und Platz gebrauchten.

00:35:32: Und die Zeiten bräuchte ich natürlich in diesen Zeiten nicht so viel in der Gesellschaft leisten können.

00:35:39: Zeit bei mir geleistet habe, auf meiner Suche für mich.

00:35:43: Und jetzt durch das, was ich dir gefunden habe, kann ich auch in meinem Job viel mehr zurückgeben.

00:35:54: Weil ich eigentlich wirklich aus mir schöpfe und aus dem Menschen, der ich bin.

00:35:59: Vorher konnte ich das gar nicht in diesem Ausmass.

00:36:02: Aber für das musste ich diese Zeit nehmen, die oft gesellschaftlich kontrovers betrachtet ist.

00:36:07: Die Leute, die sich aus dem Berufsleben herausnehmen.

00:36:11: Aber die Zeit und den Raum lohnt sich zum Nähen!

00:36:15: Und dann kommt auch wieder alles nicht zu gut?

00:36:17: Ja... Man kennt sich ja besser.

00:36:20: Das stimmt, das ist recht.

00:36:23: Wie wirst du dich sehen, zehn Jahre?

00:36:25: In zehn

00:36:26: Jahren?!

00:36:28: Ich bin mega fest als Mami.

00:36:33: Kann man gut vorstellen.

00:36:34: Wenn ich in der Schweiz wohne, dann auch wieder in einer grossen Gemeinschaft mit all meinen Freundinnen und Freunden miteinander entweder im grossen Haus, wo es viele Räume hat, kreative Räumes hat, Ateliers hat, Garten hat oder einen Raumführer im Garten wagen oder etwas aufzustellen ... Ganz weg und irgendwann in Peru.

00:36:59: Zum Beispiel, ich war lange in Peru, habe mich jetzt mega verliebt wie das Land.

00:37:06: Und dort noch immer mit Kindern arbeiten, Menschen arbeiten, das mache ich gerne.

00:37:11: Das möchte ich auch weiterhin wieder etwas mehr in meine Kunst investieren nach der Ausbildung mehr Zeit in meiner Kunst machen.

00:37:22: Hoffentlich glücklich!

00:37:25: Das sicher.

00:37:27: Peru ist ein ganz schönes Land, einer meiner Leblingsländer.

00:37:31: Ah ja?

00:37:31: Bist du auch schon gewesen?

00:37:33: Ich war noch nicht, aber ich bin fasziniert von der Kultur und vor allem einer meiner Traumreisen.

00:37:39: Das muss ich unbedingt!

00:37:40: Und die Wanderichlamm hat schon Pizza, das muss ich schon machen.

00:37:44: Sie haben eine Hundertdrei-Siege Arten, wie sie Kartoffeln kochen.

00:37:47: Oh, das ist schwer zu sein!

00:37:50: Wow!

00:37:52: Und seitdem die Kartoffel richtig auf die Erde, habe ich mich sehr bester recherchiert... Aber jetzt zum Schluss, wenn dich jetzt würde anschauen was sagen deine Augen?

00:38:02: Schluß.

00:38:06: Wenn ich jetzt dich anschaue oder... Was sehen die Menschen?

00:38:09: Was sagen deine Auge?

00:38:11: Ich weiss

00:38:12: nicht.

00:38:13: Ist das bei einfach etwas anderes gesehen?

00:38:15: Ja, oder was du siehst

00:38:16: z.B.,

00:38:17: wenn ich mir jemand fragen würde, was sagen meine Augen, dann würde ich vielleicht sagen, dass ich sehr beeindruckt bin von dem, was du erzählt hast Zum Beispiel, es war sehr spannend.

00:38:31: Vor allem habe ich dich auf andere Seite kennengelernt und sehr bereichend.

00:38:36: Und deswegen frage ich dich, was deine Augen jetzt sagen würden?

00:38:41: Was würde deine Augen zum Schluss des Interviews

00:38:48: jetzt sagen?

00:38:48: Ich bin mega dankbar, dass Sie auch schon im Vorhinein geschrieben haben oder wir schon mal ein paar Fragen geschickt haben.

00:38:55: Da habe ich viel darüber nachgedacht Und es waren mega wertvolle Reflexionsfragen.

00:39:02: Ich finde es sehr schön, dass ich mittlerweile an einem Punkt bin, den ich jetzt eben hier habe und mit dir so kann über das reden ohne Scham und ohne Schuld.

00:39:17: Und völlig kann dahinter stehen wer ich bin von wo ich komme.

00:39:25: Dass das heute so möglich ist, berührt mich selber auch.

00:39:29: Und ja, hast du mir jetzt ja wie auch so ein bisschen ermöglicht, diese Erfahrung zu machen?

00:39:35: Dass du mich jetzt hier eingeladen hast und für das bin ich mega dankbar.

00:39:40: Dank dir viel viel mal!

00:39:42: Weil die Interview ist es sehr schön gewesen.

00:39:45: Danke auch.

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