Was würd ich minem jüngere Ich säge?

Shownotes

In der fünften Folge der vierten Staffel durfte ich Piroschka interviewen. Es war ein authentisches, natürliches und spannendes Gespräch mit vielen interessanten Einblicken. Hört unbedingt rein und lasst euch die Folge nicht entgehen – sie lohnt sich!

Transkript anzeigen

00:00:29: Herzlich willkommen zu unserer neuen Folge von unserem Podcast.

00:00:32: Heute werden wir über das Thema, was ich meinen Jungen sagen würde und bei uns steht Piroska.

00:00:38: Hallo Pirosca!

00:00:39: Hoi Susanna!

00:00:40: Möchtest du etwas über dich erzählen?

00:00:42: Ja also... Ich bin in der Fünftig-Jahre gefasst.

00:00:46: Ich bin Mama von drei Buben.

00:00:49: Ich habe seit fast vierzehn Jahren mit dem Studium angefangen vor einem Jahr als Sozialpädagogin.

00:00:59: Wenn du deine jüngere ich daran denkst, also wenn du als junger Mensch warst.

00:01:05: Wie würdest du dich definieren mit einem Satz?

00:01:08: Ich bin wissbegierig gewesen!

00:01:11: Wenn du jetzt tränkst, in welchem Alter würdest Du gerne zurückreisen wollen, wenn du könntest?

00:01:16: Oh... Zurückreisen ist ja ... Mit meinem Wissen, das ich jetzt habe, zurück reisen ist natürlich etwas anderes als einfach nochmal zurückreisern und nichts wissen.

00:01:28: Aber was es noch cool war, zwischen den zwei ist es spannend.

00:01:36: Was

00:01:36: war denn so speziell?

00:01:39: Ich war noch frei wie ein Vogel und konnte etwas erleben, was dann anders geworden wurde, weil ich Küraten habe und Kinder bekommen habe.

00:01:54: Vielleicht einfach normalerweise mehr Reisen.

00:02:00: Also nicht, dass ich jetzt nicht reisen kann.

00:02:02: Aber vielleicht ... Ich finde es manchmal schön, alleine reisen zu können mit jemandem, dem du niemanden im Rechenschaft schuldig bist und den du niemandem essen musst.

00:02:14: Du musst nur für dich schauen und für niemand anders.

00:02:17: Er ist dann

00:02:19: viel allein gereist!

00:02:21: Eben leider nicht.

00:02:23: Also schon ein bisschen, aber nicht... Ich bin einfach in Europa gereist, aber halt nicht weit weg.

00:02:30: Gibt es da irgendein Land wo du würdest gerne unbedingt noch gesehen?

00:02:35: Ja ich würde sehr gern noch Japaner mal gesehen und einfach noch mehr von Asien kennenlernen.

00:02:44: Schön!

00:02:46: Wenn du dich jetzt an deinen Jüngern nachdenkst Ist irgendetwas denkt oder überlegt, was du jetzt merkst mit dem Alter?

00:02:53: Es war total falsch.

00:02:55: Nein, falsch nicht!

00:02:57: Wir gehen alle unseren Weg und haben auch von uns den Eltern.

00:03:02: Wir werden eigentlich so in etwa auf unser Leben vorbereitet.

00:03:06: Wir wissen, was ist gut und was ist schlecht aber natürlich aus eigenen Fällen lernst Du.

00:03:13: Das ist ja der Mami oder der Papi-Dings.

00:03:15: Sie wollen dich vor den Fehler bewahren.

00:03:19: Das könntest du nicht.

00:03:20: Du musst aus eigenen Fällen lernen und dort können das wieder besser machen, oder auch nicht besser machen.

00:03:27: Was würdest du empfehlen?

00:03:29: Wie war deine Entscheidung?

00:03:31: Sind die Entscheidungen jetzt besser oder damals?

00:03:34: Oder hat es eine Veränderung in dem Entscheidungsprozess

00:03:38: gegeben?

00:03:39: Nein!

00:03:39: Ich bin so wie ich bin.

00:03:40: Also, ich bin ein Buchmensch und entscheide sehr viel aus einem Buch heraus.

00:03:44: Manchmal vielleicht ... Nicht ganz so gut.

00:03:47: Aber schlussendlich ... Für mich ist es gut, wenn ich entscheiden kann.

00:03:52: Ist

00:03:52: dann authentisch mit dir selbst, egal in welchem Alter?

00:03:56: Hast du auch Sorgen gehabt als jünger Mensch, die viel intensiver waren als jetzt?

00:04:04: Sorgen ... Ja halt ... Da ich ohne Papa aufgewachsen bin, habe ich natürlich nie einen männlichen ... Meine Mutter ist natürlich alles.

00:04:15: Die Sorge war immer, dass etwas passieren kann.

00:04:18: Es war ganz schlimm, als ich von meinem zweiten Sohn schwanger geworden bin und meine Mutter hatte einen Herzstillstand.

00:04:26: Sie konnte sich zurückholen.

00:04:28: Das war für mich das

00:04:30: Schlimmste,

00:04:31: was ich bis jetzt einfach so hatte.

00:04:34: Hast du deine Schwester?

00:04:35: Nein,

00:04:36: ich bin ein Einzelkind und verwöhnt.

00:04:40: Nein,

00:04:42: das macht ihr natürlich noch die Beziehung intensiver oder?

00:04:47: Ist es schwierig für dich umzugehen, dass der Papi nicht umgekommen

00:04:52: war?

00:04:52: Ich habe es nicht anders gekannt.

00:04:53: Ich war zweieinhalb in meinem Wappen gestorben und habe es

00:04:58: auch nicht anders gefällt.

00:05:01: Oder ist das nicht zu schweigen?

00:05:02: Manchmal wäre es vielleicht schon nicht schlecht, mal noch ein Papi zu haben.

00:05:06: Wer anders war, so hätte es mit allen Entscheidungen selber getroffen und manchmal war es auch etwas schwierig.

00:05:13: Mit Furt gehen oder nach Hause kommen, wann musst du daheim sein ...

00:05:18: Wenn du an deinem Mami denkst, bist du ein einfacher, junger Ich für sie?

00:05:23: Oder mussten Sie auch etwas liten mit dir?

00:05:25: Nein, ich glaube, ich war einigermaßen ein angenehmes Kind.

00:05:29: Ich hatte sicher meine Makinen wie jeder in der Pubertätszeit.

00:05:35: Aber wenn ich in meinem Freundeskreis schaue, bin ich die Umgänglichkeit gewesen.

00:05:40: Wir hatten auch nicht so viel Streit.

00:05:42: Wie bist du mit dem Selbstvertrauen umgegangen?

00:05:46: Als jüngerer ich

00:05:47: ... Ja, da hat mich meine Mutter gelernt zu sagen was du denkst und einfach offen auf Menschen zugehen.

00:05:56: Und halt meine Meinung zu vertreten können.

00:06:02: Das habe ich eigentlich immer gemacht.

00:06:03: Das studiere ich auch gerne als Büroschke?

00:06:08: Ja.

00:06:08: Also Selbstvertrauen ist immer so ein grosses Thema in der Gesellschaft, in der Umgebung.

00:06:13: Man vertraut sich wenig oder man hat nicht das Gefühl, man müsste jetzt etwas beweisen... Oder man hat das Gefühl man muss etwas bewiesen, man hat Angst.

00:06:23: aber du hast grossen Selbstvertrau.

00:06:25: Eigentlich schon.

00:06:27: Ausser da mit meinem Studium bin ich ja mir nicht so ganz sicher.

00:06:31: Das schaffst du auch?

00:06:34: Gibt es Fehler, die du gemacht hast oder würdest wieder machen?

00:06:37: Wo du denkst, die Fehler haben mich weitergebracht.

00:06:40: Ich habe das gebraucht.

00:06:42: Ja!

00:06:43: Feiner machen ist nicht schlecht.

00:06:45: Das stimmt, feiner machen is wichtig um sich zu entwickeln.

00:06:51: Was hätte ich dir im Leben am meisten beigebracht?

00:06:55: Obwohl du etwas Schmerzhaftes gespürt hast oder was Glückliches erlebt hast ... Was hätte dich am meisten dabei gebracht?

00:07:04: Dass man mit den Sachen offen umgehen kann, dass man alles offen ansprechen kann.

00:07:10: Nicht einfach in sich alles essen.

00:07:13: Ich bin halt schon durch das ... Ich bin ein Bauchmensch und muss es rauslassen.

00:07:18: Wenn ich merke, dass es mir nicht gut tut, dann fühle ich mich nicht wohl.

00:07:23: Dann kann ich auch nicht für die anderen sein – also für die Familien oder was auch immer.

00:07:28: Also von daher ist es schon wichtig, dass ich das anspreche.

00:07:32: Du erkennst dann die Zeichen von deinem Körper.

00:07:36: Du kannst das auch ansprechen,

00:07:38: wenn ihr etwas stört ... Mittlerweile kann ich es besser als früher.

00:07:43: Dann war das Entwicklungsgeschehen.

00:07:46: Was würdest du jetzt anders machen?

00:07:48: Würdest du gerade ansprechen oder im gleichen Moment mit dich beschäftigt sein?

00:07:51: Vielleicht besser auf meinen inneren Eichlosen.

00:07:54: Manchmal ... Ja, du bist immer so unentbehrbar überall.

00:08:01: Ich habe das Gefühl, mit der Familie erst recht.

00:08:05: Aber irgendwie bin ich doch entbehrbar.

00:08:08: Ich muss auch akzeptieren, dass es mich nicht immer braucht und sich nicht überall da sein muss um mithelfen, sondern einfach auf mich selber zu schauen wie's mir geht.

00:08:19: Anstatt immer zu den anderen zu schauen was der andere geht.

00:08:23: Das habe ich manchmal vergessen.

00:08:26: Gehst du dich jetzt besser auf dich zu schauen?

00:08:28: Ich schaue einfach mehr auf mich!

00:08:32: Was machst du, damit es dir gut geht?

00:08:34: Ich treffe mich mehr mit meinen Freunden.

00:08:38: Ich gehe einfach in den Garten und bin ganz alleine im Garten wunderbar oder ich gehe schnell etwas shoppen.

00:08:48: Einfach Sachen, die mir gut fühlen.

00:08:52: Auch wenn ich nicht daheim bin – ich weiss, dass das klappt!

00:08:55: Du

00:08:57: kannst dich auch distanzieren

00:08:58: am Moment.

00:08:58: Ja, diesen Moment auf jeden Fall.

00:09:01: Das hättest du auch lernen

00:09:03: müssen?

00:09:03: Ja, ganz fest.

00:09:05: War das ein schwieriger Prozess bis dann?

00:09:08: Ich hatte halt einen Burnout und nachdem musste ich auf mich schauen, dass ich am ersten still bin.

00:09:19: Ich muss schauen, ob es mir gut geht oder den anderen auch gut geht.

00:09:22: Ich habe recht kadereit mit mir selbst, weil Familie ist bei mir immer als erstes ... Kinder und alles.

00:09:30: Aber ich bin auch wichtig, weil wenn ich nicht mehr bin, geht es nicht so gut.

00:09:36: Also in diesem Sinn einfach ... Ich bin wie ein Fels in der Brandung für meine Familie für die Kinder.

00:09:45: Aber sie müssen das auch für mich sein.

00:09:46: im Grunde, wenn's mir halt jetzt nicht gut geht oder nichts ... Dass ich auch sagen kann, dass ich ablade und sage, es geht mir nicht gut.

00:09:53: Du nimmst mich jetzt einfach etwas an?

00:09:55: Oder was auch immer.

00:09:57: Das zeigt eine grosse Ressource, oder?

00:09:59: Die Familie hat auch Empathie verstanden, dass es dir nicht gut geht.

00:10:02: Eigentlich ist das super, dass alle so Empathiefühle waren?

00:10:07: Ja, das muss ich schon sagen ... Sie sind sehr sozial in diesem ... Sie schauen gut, manchmal etwas zu wenig.

00:10:14: Was beim Grossmami-Mein schauen, ist wichtiger!

00:10:18: Aber sie mögen es gut und merken es schon.

00:10:23: Gibt es Menschen, die deine jüngere Ich empfehlen oder unbedingt empfehle?

00:10:29: Nein.

00:10:30: Der Moment nicht, nein!

00:10:33: Alle Menschen waren zum richtigen Zeitpunkt in deinem Leben?

00:10:37: Ja eigentlich schon.

00:10:41: Und was würdest du dich als jünger ich in die Freundschaft beziehen sagen?

00:10:45: Wie bist denn du mit Freundschaften

00:10:47: gesehen?

00:10:48: Eigentlich hatte ich gute Freundschaften durch meine Hirate und mein Mann weil gewisse sich nicht einig sind mit dem, was ich gemacht habe.

00:11:05: Mein Mann ist von der Türkei gekommen und ich habe ihn dort kennengelernt.

00:11:08: Er kam hier in die Schweiz, wir haben da gegratet ... Viele Freunde meinte, er kommt sowieso nur weg auf den Halsbewilligung.

00:11:19: Ich musste dann auch für mich und meinen Mann entscheiden und sagen, meine Freundschaft ist viel wert.

00:11:27: Aber wenn du sie nicht willst, nur weil du das Gefühl hast, dass er mir nicht gut tut, dann müssen wir es unterbrechen.

00:11:33: Ich finde einfach, es ist meine Entscheidung.

00:11:35: Es ist gleich von wo ich ihn heiraten konnte.

00:11:39: Es konnte gut gehen oder auch nicht?

00:11:42: Das wissen wir nicht.

00:11:43: Wir konnten nicht vorausgucken und Gott lob können wir nicht varausschauen.

00:11:47: Und ... Ich habe mich dort mal richtig entschieden, obwohl ich meine beste Freundin verloren habe.

00:11:54: Und berauscht das, dass du sie verloren hast?

00:11:56: Auf eine Art Beroise, auf die andere Art muss ich sagen.

00:11:58: Ich habe mich bei ihrer Beziehung auch nicht eingemischt also...

00:12:02: Und es ist doch ein guter Entscheidungen!

00:12:03: Du hast gerade vorhin gesagt, vierundzwanzig Jahre früher

00:12:06: drücken.

00:12:06: Ja eben.

00:12:07: Also was willst du?

00:12:09: Es geht mir gut.

00:12:10: Ich

00:12:11: würde gerne wieder mit ihr in Kontakt

00:12:13: kommen wollen.

00:12:14: Das mache ich zwischendurch.

00:12:17: Aber es ist einfach nicht mehr so wie früher.

00:12:22: Gibt es irgendetwas, was dich gewünscht hat?

00:12:25: Dass dir jemand gesagt hätte.

00:12:29: Oder hat etwas dir gefällt?

00:12:31: Nein!

00:12:32: Wir haben eigentlich nichts gefällt.

00:12:33: Ich bin sehr gut mit meiner Mutter rausgekommen und wir haben das sehr gut miteinander gemeistert ... Nein, sie hat mich eigentlich gut vorbereitet.

00:12:45: Natürlich musste ich auch meinen Kopf durchsetzen und ich geraten habe.

00:12:49: Das hat ihr nicht gepasst aber mittlerweile ist alles in Ordnung.

00:12:55: Wenn du jetzt an deine Jüngerin denkst auf was wäre sie denn mega stolz auf dich?

00:13:05: Mein jüngerer Leuch ist eigentlich wenn ich so denke immer stolz.

00:13:09: Ich habe eine gute Ausbildung gemacht, ich habe mich stetig weiterentwickelt.

00:13:16: Ich habe irgendwann noch einmal einen neuen Weg genommen in meinem Arbeitsumfeld.

00:13:24: Ich hatte noch mal eine Ausbildung mit drei Kindern am Rücken, wo sie noch klein waren und ich habe jetzt auch noch einmal eine Ausbildung angefangen – eigentlich!

00:13:34: Ich denke, es ist mein Innerer oder mein Jünger.

00:13:37: Ich bin stolz auf meinen Weg, den ich gemacht habe.

00:13:40: Sicher hat es Sachen gegeben, die nicht so stolz sind.

00:13:43: Aber im Großen und Ganzen denke ich schon ...

00:13:47: Es ist überspannend.

00:13:48: Wenn ich dich kürze, bist du unglaublich gemotet.

00:13:53: Du hast wie nie aufgegeben.

00:13:54: Nein,

00:13:55: das stimmt.

00:13:55: Du warst

00:13:56: immer witzer gemacht.

00:13:57: Du hast die gleiche Familie, Mann und alles, aber du wolltest sich gleich weiterentwickeln.

00:14:03: Das zeigt auch deinen Kindern, dass sie auch nie aufgehen.

00:14:06: Ja, auf jeden Fall.

00:14:08: Darum fange ich an den Studium an, damit man im höheren Alter etwas dazulernen

00:14:15: kann.

00:14:15: Und

00:14:16: dort

00:14:17: ist

00:14:19: ein bisschen dabei.

00:14:21: dass du die schweren Zeiten gehst.

00:14:24: Auch nur in dem musst du stolz auf dich sein?

00:14:26: Ja, auf jeden

00:14:27: Fall!

00:14:27: Und jetzt, wo du vorhin sagst, dein Mami, was würdest sie antworten, wenn du dir fragen würdest, dass es stolz

00:14:35: ist?

00:14:36: Dass ich den Weg gemacht habe und nicht gemacht habe.

00:14:41: Ich denke, ich habe für sie einen guten Weg auch gemacht.

00:14:44: Auch wenn sie manchmal ... dass es nicht immer einfach Meinung ist, aber das soll so sein.

00:14:51: Ich mache meinen Weg und sie hat ihren Weg.

00:14:53: Aber wir unterstützen uns gegenseitig auf diesen

00:14:56: Wegen.".

00:14:57: Wie bist du im Thema Liebe als Junge?

00:15:02: Eigentlich war ich ein wenig spätzünder.

00:15:09: Bis ich mein Mann kennengelernt habe, war ich recht brav.

00:15:12: Ich bin schon fortgegangen nicht das Richtige gefunden.

00:15:20: Würdest du jetzt mit deinem Alter, wo du bist und wenn du zurückdenkst würdest sagen, ich würde auch ein paar Sachen anders machen?

00:15:27: Im Thema Liebe oder würdest du gleich handeln wie du gehandelt hast?

00:15:33: Nein, ich glaube ich würde gleich handlen, als ich gehandelte.

00:15:35: Schön!

00:15:38: Ja also... Ich habe mich nicht beklagen.

00:15:41: Ich hatte eine erste Liebe und dann hat es mal so ... Bekanntschaften gegeben, dann habe ich meinen Mann kennengelernt.

00:15:50: Obwohl ich ihn gar nicht kennenlernen

00:15:54: wollte ...

00:15:56: Das ist schick so, das sagt man so schön!

00:16:00: Wie bist du mit Ängsten umgegangen als junge Dame?

00:16:05: Ich war nicht zu ängstlich.

00:16:07: Ich dachte immer, es klappete schon irgendwie.

00:16:09: Ich war relativ mutig.

00:16:11: Aber hast du nie Sorgen gehabt

00:16:13: z.B.?

00:16:15: Ich habe Angst, weil ich nicht so spart am Abend in den Ausgang alleine bin als junger Junge.

00:16:23: Nein!

00:16:23: Als Jung hatte ich das wenige.

00:16:25: Jetzt habe ich es fast mehr, um allein Sport noch unterwegs zu sein.

00:16:30: Weil ich habe einfach das Gefühl, dass es viel gefährlicher ist.

00:16:33: Nicht einmal gefährlicher, sondern du schaust es einfach anders an wie wenn du jünger bist.

00:16:40: Bist du einfach noch ein bisschen naiver und du hast Gott vertrauen?

00:16:43: Was ich jetzt nicht mehr so habe.

00:16:46: Zum Beispiel auch das, was am Freitag in Zürich passiert ist mit den mega Gewitter und Rägen.

00:16:51: Das war schon mega brutal!

00:16:53: Ja also dort hatte ich schon ähm...

00:16:57: ...zöttige Ängste.

00:16:58: Ich hatte es auch nicht.

00:16:59: Und wenn du mal in die Ferien bist, dann hast du das Gefühl, ob da irgendetwas Tornado passiert.

00:17:03: Nein, nein, also es gibt natürlich schon, dass sind so die normalen Ängsten, die man hat.

00:17:09: Aber am Freiteg, also ich habe ihn auch gesagt Es bleiben alle daheim.

00:17:13: Und es geht niemand aus den Kleinstädten an ein Fest.

00:17:17: Dann ist er los mit unseren Freunden und dann sind sie wieder rumgekehrt, weil ... Sie konnten gar nichts machen.

00:17:25: Aber ich habe mehr Angst um meine Kinder als um mich selber mittlerweile.

00:17:30: Was hast du denn Angst um deine Kinder?

00:17:32: Dass sie sie wehmachen oder?

00:17:33: Ja, dass ihnen etwas passiert, wo sie nicht einmal eine Schulter an sind weil es gibt wirklich so viele komische Leute und so viele ... äh ... komische Sachen, wo du einfach denkst, du gehst.

00:17:49: Und du rempelst vielleicht jemanden da nicht absichtlich?

00:17:53: Und schon hast du irgendwie eine Pfust oder irgendetwas, obwohl das ... Das kann einfach passieren!

00:18:01: Ich habe das Gefühl, Menschen sind viel egoistischer geworden und nur auf sich selbst bezogen.

00:18:09: Dass irgendwie die Realität gar nicht mehr gesehen wird.

00:18:12: Dass wir alle im gleichen Boot sitzen und einfach vielmehr aufeinander schauen sollten, anstatt immer noch mehr zu wollen.

00:18:24: Das war eben auch anders, als Junge ausgehend in deinem Alter.

00:18:28: Oder es hat sich mehr entwickelt und nicht so positiv entwickelt?

00:18:32: Ja,

00:18:33: das ist so.

00:18:35: Früher hatte man Streit, nicht miteinander geredet oder kämpfte die Jugendlichen mit den Füsten aber heutzutage weiss er nicht was ... was sie alles mit sich tragen oder wer sie nachher geholt haben.

00:18:52: Das ist meine grösste Angst um Kinder.

00:18:56: Das glaube ich dir.

00:18:57: Aber wenn du jetzt denkst, wie bist du nicht mit Glück umgegangen?

00:19:02: Oder das Glück wissen ... Was war für dich glücklich als Junge?

00:19:07: Ja,

00:19:08: Glück ist eigentlich, wenn du sagst, es geht mir gut und ich bin gesund... Ich habe ein Dach über den Kopf.

00:19:17: Das ist für mich das grösste Glück, das wir haben.

00:19:20: Wir wachsen hier in der Schweiz aufgewachsen und ich hatte das Glück, dass ich es zu Hause hatte.

00:19:27: Dass ich Wasser vom Hanen hatte.

00:19:30: Das sind für mich Sachen, die mich glücklich machen.

00:19:34: Natürlich!

00:19:35: Für mich wäre auch Glück, wenn ich drei Monate in die Ferien könnte ohne ... Die Gedanke hat, es hätte zu wenig Geld umgehen oder es geht nicht.

00:19:44: Aber an und für sich sind die ganz normalen Dinge vom Tagesablauf oder vom Leben das ist der grösste Glück, den wir haben.

00:19:53: Genau, die einfachen Sachen,

00:19:55: die so

00:19:55: wert sind.

00:19:56: Ist total recht!

00:19:58: Wenn du jetzt deine Jünger ich treffen würdest ... Wärst du überrascht?

00:20:04: Enttäuscht?

00:20:05: Nein, enttäuschend wäre ich nicht... Ich weiss, ich war immer ein Sonne-Schein.

00:20:12: Und eigentlich offen und ... Nein!

00:20:18: Ist cool?

00:20:18: Ich würde gerne mit meinem Jüngeren noch mal in den Ausgang gehen.

00:20:23: Und einfach auf dem Boot zaubern.

00:20:27: Hast du einen Traum, den du als Kind kennst, der sich nicht in Erfüllung ging?

00:20:35: Eigentlich nicht.

00:20:37: Träume sind da zum Träumen.

00:20:40: Gewisse erfüllen sich, gewisse erfühlen sich nicht.

00:20:43: Aber an und für sich lebe ich immer einen guten Traum.

00:20:49: Das ist aber ein schönes Leben!

00:20:53: Hast du in deinem Leben auch starke Veränderungen erlebt?

00:20:57: Als junger Ich, der dich mega geprägt hat ... Du hast schon gesagt, Tod vom Vater war noch sehr jung, aber sonst hatten es noch wichtige Veränderung.

00:21:08: Ich bin sehr ein glücklicher Mensch, einen offenen Menschen.

00:21:14: Ich habe auch viel Blödsinn gemacht mit meinen Freunden und haben einfach gelebt.

00:21:22: Ich kann mir nicht ruhig sitzen.

00:21:27: Mittlerweile finde ich es besser, was manchmal schade ist.

00:21:32: Ich wäre manchmal wirklich so, wie der Kumpelmöchentümer-Gümmer.

00:21:40: Gewisse Dinge haben sich einfach doch geändert oder?

00:21:43: Du kannst nicht immer einfach gehen und alles stehen lassen.

00:21:46: Wir konnten schnell ins Dessin essen, bis wir wieder nach Hause gingen.

00:21:50: Solche Dinge haben wir einfach gemacht!

00:21:52: Ich war heutzutage überleistet.

00:21:53: Nein, der Steg und das ... Und die Benzin und dieses und jenes.

00:21:57: Nein machen wir nicht, rendiert nicht.

00:21:59: Aber eigentlich möchte ich wieder so spontan sein wie früher.

00:22:03: Wichtig ist auch Feller zu machen und nicht zu vermieden?

00:22:06: Ja.

00:22:06: Bist du total auf

00:22:08: jeden Fall.

00:22:11: Wenn du jetzt ... Überleisst, du triffst dich jetzt.

00:22:15: Die Jünger ich von dir oder die junge Piroschke?

00:22:18: Was würdest du ihnen sagen?

00:22:19: Genüss einfach das Leben!

00:22:21: Genüsses Leben so gut wie du kannst.

00:22:24: Mach das was du gefreut hast, was dich interessiert.

00:22:29: Gib nicht auf an deine Träume, wo du hast.

00:22:35: Ja eigentlich das.

00:22:37: Das hast du auch deinen Kind?

00:22:39: Ja geniessen sie.

00:22:42: Ich habe gesagt, wir haben Ihnen einen Weg vorgegeben.

00:22:44: Sie müssen Ihren Umweg selber machen und aus ihren Fällen selbst lernen.

00:22:49: Obwohl du es ihnen auch sagst.

00:22:52: Du sagst schon, was ist gut und was nicht.

00:22:54: Aber schlussendlich müssen sie den Weg selbst finden.

00:22:57: Und ich sage Ihnen auch, geniessen zu leben!

00:23:00: Wir wissen nicht, wann der letzte Tag von uns gekommen ist.

00:23:05: Und einfach so gut wie möglich die Freundschaften pflegen ... Das ist ganz wichtig.

00:23:11: Weil Freunde begleitet sich das Leben lang, manchmal für längere Abschnitte und manchmal für kürzere.

00:23:21: Aber das ist wichtig!

00:23:24: Aber wenn du jetzt stellst vor deinen Jüngeren, ich sitze neben dir... Was wäre der erste Thema, die ihr miteinander reden würdet?

00:23:31: Ich habe keine Ahnung.

00:23:32: Fällt mir nichts ein.

00:23:34: Echt nicht.

00:23:35: Der Hit zu draussen!

00:23:36: Ich

00:23:37: habe eine Gänke bekommen.

00:23:40: Wir springen in die Dumme.

00:23:41: Wie ist

00:23:42: es, dass du mit der Tod umgehst?

00:23:44: Als Junge und jetzt denkst du jetzt mehr an Tod?

00:23:48: oder hast du dort vielleicht weniger und jetzt mehr oder umgekehrt?

00:23:54: Oder hast du Ängste ... Also

00:23:55: der Tod begleitet uns das Leben lang.

00:23:58: Wir wissen nie, wann der letzte Tag kam.

00:24:00: Ich habe Angst vor dem Tod nicht.

00:24:05: Ich kann auch darüber reden.

00:24:06: Das ist ganz wichtig, dass man das drüberreden kann und nicht einfach auf die Seite schieben will.

00:24:15: Ich weiss nicht was nachher kommt, aber ich möchte meine Kinder darauf vorbereiten.

00:24:21: Als Jugendliche oder als junger Mensch hat es weniger.

00:24:26: Mit dem Alter nimmt das vielleicht etwas zu ... Es wurde dir schon in die Wiege gelegt.

00:24:34: Mit deiner Geburt ist auch dein Tag, wo du wieder die Welt verlassen gehst und du kannst nicht enttrennen.

00:24:41: Aber hast du auch das Gefühl, dass es etwas Positives ist?

00:24:45: Es ist nichts Schlechtes.

00:24:47: Ich denke ... Wir sind sowieso nur im Körpern.

00:24:51: Unsere Seele ist im Körper und der körperische Hülle.

00:24:54: Und unsere Seele macht uns aus und begleitet uns auch.

00:25:00: Das stimmt.

00:25:01: Und jetzt sind ja fast am Schluss.

00:25:04: Was würdest du gerne mitgehen, alle Menschen, die uns loslassen?

00:25:09: Wenn du könntest ihnen einen Lebensratschlag geben ... Was würdest du sagen?

00:25:14: Ein Lebensratsschlag an Menschen ist ... Hören auf noch immer an euch zu denken!

00:25:21: Möchtet den Augen auf, schaut nicht nur geradeaus, schaut auch links und rechts.

00:25:27: Und tue einfach mal... Irgendjemandem etwas zu lieben.

00:25:32: Also auch ihre Nachbarin, Nachbär oder einfach jemandem helfen, eine Tasche zu tragen.

00:25:38: Einfach nochmal wieder auf die anderen Menschen zugehen und mit ihnen auch Liebe umzugehen.

00:25:45: Und nicht nur mit sich selbst.

00:25:47: Weil alles was du gibst, kommt irgendwann rettig durch.

00:25:52: Das stimmt!

00:25:53: Es ist ein schöner Abschluss.

00:25:55: Danke vielmals bei Roscoe

00:25:59: und der Interview.

00:26:00: Ich wäre sehr froh gewesen.

00:26:00: Danke schön.

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