Was heisst es, sich selber zliebe?

Shownotes

In der ersten Folge unserer 4. Staffel habe ich ein ganz besonderes Interview mit Eva geführt. Sie ist 59 Jahre alt und spricht mit mir offen und ehrlich über das Thema Selbstliebe.

Dabei erzählt sie von verschiedenen Lebensabschnitten, persönlichen Erfahrungen und den Herausforderungen, die sie geprägt und stärker gemacht haben.

Ausserdem erwartet euch ein neues Intro: In den ersten eineinhalb Minuten hört ihr unseren neuen Einstieg in den Podcast.

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Zuhören. Bleibt unbedingt dran – denn diese Folge ist nicht nur spannend, sondern auch sehr bewegend und inspirierend.

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:58: Zu unserem Podcast, wir starten heute für die Staffel von OR Universum.

00:01:35: Und der erste Vollgott um was heisst sich überhaupt zu lieben?

00:01:41: Bei uns sitzt heute Eva und Ojeva.

00:01:45: Hallo Susanna!

00:01:47: Möchtest du etwas über dich erzählen Eva als Einstieg?

00:01:51: Ja ich möchte etwas über mich erzählen.

00:01:55: also mein Name ist

00:01:56: Eva.

00:01:57: Ich bin fachfrau betreuung, lebe allein.

00:02:04: Mein Mann ist gestorben vor eineinhalb Jahren.

00:02:07: Ich habe zwei Kinder und bin gut vernetzt in meiner Familie.

00:02:11: Ich freue mich sehr auf das Interview mit Susanna zu diesem Thema.

00:02:20: Schöne Instiktenken für mich!

00:02:23: Was bedeutet dann eben selbst Leben wie für dich persönlich?

00:02:29: Heisst für mich nicht primär dass man ... Alles und jedes, was sich selbst liebt, sondern Selbstliebe ist etwas für mich, das mit dem zu tun hat.

00:02:44: Wie man selber sieht oder was für eine Achtung man vor sich

00:02:50: selber hat.

00:02:52: Von seinem Körper, von seinen Fähigkeiten, von seinem ganzen Sieb, den wir hier haben auf dieser Welt.

00:03:04: Und gibt es irgendetwas, das nicht mit Selbstleben zu tun hat?

00:03:10: Bei mir gibt es eigentlich nichts.

00:03:15: Ich bin immer für oder gegen mich und ich will für mich – und für mich ist es wichtig – dass alles was ich mache, dass das für mich und für das Gegenüber gut geht und gut ist!

00:03:35: Dann gehöre ich so aus, dass du dich selbst liebst.

00:03:39: Ja... Ich liebe mich!

00:03:41: Ja.. Ich bin jetzt selbst verliebt aber ich liebe mich und akzeptiere mich unter Tessen in der Mitte neunfünfzig.

00:03:50: So bin ich mit allem dem, was ich manchmal denke an Äußerlichkeiten.

00:03:57: Also wenn mir schon lieber etwas anders wäre, aber es ist jetzt wie es ist und es ist gut so.

00:04:05: Ich habe mich trotzdem lieb.

00:04:08: Hast du denn das Gefühl, dass wenn man älter wird und auch weiser und mehr Erfahrung hat, dass man sich akzeptiert, hast du gesagt?

00:04:16: Aber hast du es gefühlt, dass es automatisch kommt bei jedem Mensch?

00:04:21: oder hast du jetzt das Gefühl sie ist einfach ein Prozess von dir?

00:04:23: Nein

00:04:25: ich glaube aber nicht, dass dies automatisch kommen kann!

00:04:28: Ich glaube es ist ein Prozess und es ist wahrscheinlich ein stetiger Prozess Und ich gehe davon aus, dass das bis an mein Lebensende begleiten

00:04:42: wird.

00:04:43: Weil ich der Meinung bin, wenn man so jung ist, ist man mit ganz anderen Themen unterwegs und hat ganz andere Anforderungen oder meint man eine andere Anfordrung also auch in dem Auszuleben Also mit allen denen Kleider, Frisuren.

00:05:09: Nachher kommen die ganzen OPs zu optimieren und ich glaube das ist in dieser Zeit normal.

00:05:21: aber ich glaube dort ist es ein Glück wenn man jemanden hat der einfach begleitet und sagt Es ist schön und es ist gut so wie du bist.

00:05:37: Ich hatte eher das Problem dann auch mal, als ich so jung war.

00:05:40: Nur habe ich ja dann eben ... Also, wenn ich jung war, bin ich dreißig oder so?

00:05:47: Ist das Thema nicht gewesen mit Pottox oder mit Operationen in diesem Stil wie man es heute hat und darum habe ich dem auch etwas aus dem Weg.

00:06:00: Das ist einfach ein Glück, dass sich das nicht haben müssen entscheiden hier.

00:06:07: Und ja!

00:06:08: Ich glaube, ich habe fest mit mir selber geschafft.

00:06:13: Um

00:06:14: hier anzukommen, wo ich jetzt sagen kann, es ist gut wie ich bin und ich habe mich lieb darum, weil ich so bin als ich bin.

00:06:28: Genau!

00:06:28: Ich akzeptiere ganz gut.

00:06:32: Es ist aber sehr schön, dass du das geschafft

00:06:34: hast

00:06:35: oder es war ein sehr schöner Prozess oder auch durch die Die Schwierigkeit oder Meilenstein oder Stolperstein, die du gehabt hast, ist ja eigentlich sehr schön.

00:06:46: Das ist gerade vorher erwähnt.

00:06:47: Botox und alle diese Schönheitsideale haben sich gefühlt, dass das ungesunde Selbstbild ist, was die Gesellschaft hat allgemein.

00:07:01: Ich weiss nicht ob es ungesund ist aber ich mache mir schon meine Gedanken dazu.

00:07:08: Also ich denke wenn das äusserlich ist... so ein grosser Stellenwert hat.

00:07:17: Dann dunkle ich mich verrückt, wenn man anfangen muss ohne diese Klische und vorstelligen Entsprechungen.

00:07:29: Wenn man hier auch immer ein Facelift machen kann oder in den Mittagspause-Botten gespritzen oder die Lippen aufpimpen, dann dunkle es mich einfach... Schade!

00:07:44: Also ich stelle es mir an Stress einfach

00:07:47: voll.

00:07:48: Und ja, natürlich denke ich, was lässt man da in der eigenen Körper rein und ist das gesund?

00:07:56: Der Aspekt hat es selbstverständlich für mich

00:07:58: auch.

00:07:59: Aber hast du den Gefühl die Menschen, die das machen lieben sich oder hast du das Gefühl sie machen weil sie sich im Spiegel schauen und nicht zufrieden sind gut ausgesehen, werden sie nicht geliehen.

00:08:19: Oder verstärken?

00:08:20: sind Sie das Ego?

00:08:23: Wahrscheinlich gibt es von allem genau so.

00:08:27: Wahrscheinlich würden wir jetzt hundert Menschen fragen, dann würde wahrscheinlich ein Drittel sagen und ein Drittel das und den anderen ein Drittle das.

00:08:40: Ich kann es nicht abschliessend sagen was es ist aber ich hoffe dass das jemand macht wenn er es macht.

00:08:51: Zum Beispiel meine Tochter.

00:08:54: Sie tut sich manchmal die oberen Lippenspritze, weil sie hat einen Kiefer, der relativ fest gegen Führung schaut und sie sagt ... Sie stand zwischen dieser Entscheidung mit dem Kiefernordept besprochen und sagte, ich würde gerne den Kieffer operieren Sie würde heissen, nämlich den ganzen Kieferbrechen und der Gellmarsch.

00:09:26: Und er hat ihr Abgrattern davon, weil es auch ganz schlimme Sachen geben kann, die nicht gelingen.

00:09:34: Er sagte ihnen eine Möglichkeit wäre zum Beispiel für die oberen Lippen zu machen.

00:09:41: Spritzen

00:09:42: und schauen

00:09:43: ob sie das Gesamtbild für seine Eherstimmung ist?

00:09:48: Und sie hat das gedacht, also sie geht vielleicht zweimal im Jahr auf Basel und macht so ganz wenig.

00:09:56: Ich sehe es gar nicht.

00:09:58: Sie sagt mir dann das am liebsten nachher.

00:10:00: Manchmal war ich in Basel, um meine Lippen zu machen.

00:10:04: Dann sage ich, nein, ich sehe es nicht.

00:10:08: Das finde ich voll okay, weil ich glaube, dass ist eine Form, die ich denke, das macht sie für sich wegen ihrem Käfer, der für sie schwierig ist.

00:10:21: Und sie wird an den Punkt kommen, wo sie sagt und jetzt sehe ich so aus.

00:10:28: Aber jetzt ist sie eine Triske und ist in einer Übergangsphase und wird das noch brauchen im Moment und es wird dann mal los.

00:10:40: Du bist schon schön!

00:10:41: Ja natürlich, es gibt auch solche Fälle.

00:10:43: Total.

00:10:46: Ich habe mir immer meine Brust verkleinert lassen.

00:10:51: Und ich bin als Mieteriske, und ich war unendlich dankbar, dass ich das mache.

00:10:59: Das geht auch unter Schönheitschirurgie

00:11:01: oder?

00:11:01: Natürlich!

00:11:02: Genau...

00:11:03: Und ich habe meine grosse Oberweite nicht schön gefunden.

00:11:09: Habe es nicht geliebt, weil sie mein Rücken weh ausgelöst hat.

00:11:14: Aber das ist natürlich schön, dass du das hast ... Du hast einen Schritt gemacht.

00:11:18: Das ist auch gerne dein Prozess.

00:11:20: Genau!

00:11:22: Gibt es auch Momente, wo du dich selber mit dich selbst innerlich sprichst?

00:11:28: Wo du sagst, Eva, du hast das super gemacht oder dass du dich so lobst oder emotional stärkst, deine Selbstliebe stärker.

00:11:40: Immer wieder denke ich vielleicht nicht, was habe ich gut gemacht, sondern... Es ist mir etwas gelungen.

00:11:49: Also was mich freut, wenn ich in diesem Bereich arbeiten kann, wo wir arbeiten.

00:11:57: Wenn ich an meinen Schülern auch kann unterstützen können und damit etwas erreicht haben.

00:12:09: Wir beide, das Kind und ich, dann finde ich das ein schöner Prozess.

00:12:16: Und ja, macht mir Freude und nimmt es ab!

00:12:20: bewussterbar, dass das so ist.

00:12:23: Gibt es aber auch Momente, die du mit dir selbst gesprochen hast?

00:12:26: Habe ich.

00:12:27: Einmal morgens

00:12:31: spiegeln und dann sage

00:12:33: ich, wow, jetzt hast du eine

00:12:33: wahnsinnige Frisur!

00:12:37: Aber es

00:12:38: ist cool, dass mir diese Hose wieder geht.

00:12:40: Das freut mich mega.

00:12:43: Also doch, ich rede schon nicht mit mir selber.

00:12:45: Ja.

00:12:46: Schön.

00:12:47: Gilt's

00:12:48: irgendeine Glaube

00:12:49: ...

00:12:51: Sätze, die dich inneren.

00:12:53: Dichs mehr zu lieben.

00:12:55: Hinterher?

00:13:00: Ja es gibt ein paar von diesen Glaubenssätzen.

00:13:03: Einer zum Beispiel ist... Wenn du dich zu fest liebst dann wirst du arrogant.

00:13:10: Ist gerade da dann sofort genau.

00:13:14: Ich finde auch vom Kleidungsstil, weisst du das ist z.B.

00:13:19: auch etwas, was ich dann finde, ich will gehen raus wenn ich auch eine gewisse Distanz habe, also ich will dann nicht alles zeigen.

00:13:30: Weil auch das finde ich schwimm.

00:13:32: Auch

00:13:33: das ist ein Glaubenssatz.

00:13:34: oder wenn ich sage, hey, wenn ich alles zeige, dann wirklich billig!

00:13:41: Ist auch einer und Billigwirkung ist dann in meinem Verstandnis nichts, dass ich es auch erliebt

00:13:48: habe.

00:13:51: Und wie machst du das bewusst?

00:13:54: Ja, ich mache das sehr bewusst.

00:13:57: Und wenn du jetzt so bewusst anwendig bist im Nachhinein, wenn du reflektierst, hast du dann etwas gelernt

00:14:05: dazu?

00:14:06: Etwas erreicht?

00:14:11: Ich denke manchmal... ich darf dir doch einfach ein bisschen mutiger sein.

00:14:16: Das ist dann, wenn ich drüber reflektiere, denk ich es ist okay.

00:14:22: also weisst du sich eigentlich das ist der Glaube und so was mich brauche hinter etwas zu machen, das ich bei den anderen

00:14:34: Menschen

00:14:36: kritisiere.

00:14:37: Und darum mache ich es dann selbst nicht.

00:14:39: Okay.

00:14:40: Ja.

00:14:41: Spannend!

00:14:44: Wie gehst du mit deinen eigenen Fällen und Schwächen um?

00:14:48: Sind auch Indrige zum sich selber lieben oder liebt man sie noch mehr?

00:14:54: Schwierig.

00:14:55: Ich bin keine sehr liebe mit mir selbst.

00:15:01: wahnsinnig hart mit mir selbst, auch immer wieder schnell im Zweifel.

00:15:12: Aber dort bin ich in einer Supervisionsgruppe vom ehemaligen Gruppenleiter und wenn es eine Einzelstunde braucht, dann bin ich mit ihm unterwegs mit dem integralen Ansatz von Ken Wilber.

00:15:37: Und ich bin da ziemlich gut aufgehoben, also auch mit mir selbst immer wieder ganz bewusst erliebt und mich mit den Themen

00:15:53: auseinandersetzen.

00:15:56: Dass sich obwohl ich die zwei Studium überstanden habe trotzdem eine Dossis-Berechtigung

00:16:04: hat Obwohl

00:16:05: er etwas geleistet

00:16:06: hat?

00:16:07: Natürlich.

00:16:09: Aber das war für mich schwierig am Anfang.

00:16:13: Versagen, oder?

00:16:14: Das ist auch nicht Selbstliebe.

00:16:18: Es ist spannend ... Ich habe das eben schon mal erwähnt in einem Interview, aber es gibt ja sehr viele verschiedene Bücher wie man die Hirne steuert und ich habe ja verschiedene Büchere in letzter Zeit gelesen darüber.

00:16:35: Es ist ein Buch, das dich fragt.

00:16:40: Du solltest etwas benennen, was du nicht gut bist oder wo du das Gefühl hast, dass es dir nicht gut ist.

00:16:47: Und nachher, wenn du z.B.

00:16:49: ... Ich habe wenig Mut, wenn mir etwas nicht passt zum Beispiel.

00:17:00: Wenn du das aufschreibst und dann drei Sachen ... aufschreibst, wo eigentlich du gegen das Versprechen tust.

00:17:08: Und die drei Sachen sind eigentlich positive Sachen, die du eigentlich gut machst über dieses Thema und dann musst du wie dein negativeres Denken in positiv umwandeln.

00:17:22: und dann erkennst du eigentlich auch in Sachen, wo man nicht so gut ist, wo wir halt Schwäche haben, wie zum Beispiel ich kann mich so gut zeichnen aber ich lebe mal, ich leber verschiedene Farben Dass man dann auch durch die Schwächen sehr viele positive Eigenschaften erschafft.

00:17:42: Das finde ich immer sehr spannend,

00:17:45: um

00:17:46: zu schauen, dass es immer wenn ich so Interviews mache, dass das irgendwie, wo wir immer den Gedanken eigentlich haben, so viel Gutes und akzeptieren ist einfach das A und O wie du vorhin gesagt hast.

00:18:00: Und ich glaube in dem ganzen Prozess ... Schlussendlich bin ich... Ich

00:18:06: will

00:18:08: nicht über das reden, aber schlussendlich habe ich drei Jahre studiert an zwei verschiedenen Schulen und ich habe ja etwas profitiert.

00:18:20: Und warum, dass ich das nicht sehe sondern nur versagen muss, hat etwas mit dem zu tun wie ich mich selber sehe?

00:18:32: Und das hat mir die Bürle etwas mit Selbstliebe zu tun!

00:18:37: Aber jetzt siehst du dich anders als den, der im Studium nicht gut geht.

00:18:44: Oder siehst ich noch gleich?

00:18:47: Nein es ist viel besser.

00:18:48: und ich habe gemerkt

00:18:51: natürlich dass sich selber leben hat auch nicht etwas mit Leistung zu tun oder was man auf dem Papier ist da weil das sagt eigentlich gar nichts aus.

00:19:06: Das ist einfach ein Abschluss, und dort habe ich einen Abschluss gemacht.

00:19:09: Aber Selbstliebe ist ganz ein anderes Bereich?

00:19:18: Es ist

00:19:19: nicht das Gefühl, dass selbst Liebe auch etwas hat mit den eigenen Vorstellungen, die man von der Welt hat oder was wir persönlich erreichen wollen.

00:19:31: dass man das Gefühl hat, man muss wie eine Leistung zeigen.

00:19:34: Dass man sich liebt.

00:19:35: Aber eigentlich fängt ihr selbst schon bei den kleinen Details.

00:19:40: Hast du nicht das Gefühl?

00:19:41: Das ist genau so.

00:19:42: Da würde ich gerade unterschreiben.

00:19:44: Genau!

00:19:45: Es ist genauso.

00:19:48: So ist es und die Fähigkeit zum Können war.

00:19:55: Und das braucht ja vielleicht auch jemanden, der mit einem diesen Weg geht.

00:20:00: Vielleicht Wenn man es selbst gar nicht sieht, von Luther.

00:20:05: Ich bin nicht richtig oder auch vielleicht hilft, aber das hast du und diese Fähigkeit dort hast du stöchen.

00:20:18: Das ist ja wahnsinnig schön wenn man dann so Wegbegleiter hat, weil mit Einbeziehungen auf die Schiene also wirklich zu sagen.

00:20:32: Hast du dann gewisse Gewohnheiten, die du jeden Tag machst und dich selber mehr lieben?

00:20:38: Zum Beispiel, dass du in Spannungsübungen machst oder gehst zu Laufen.

00:20:44: Für dich, für deine Seele.

00:20:47: Also ich bin ein Läuferin.

00:20:50: Ich melke auch Meditäre.

00:20:55: Ich merke aber das sehr oft.

00:21:00: Und jetzt erzähle ich vielleicht etwas anders.

00:21:04: Ich bin ganz fest mit dem Icing unterwegs.

00:21:07: Und im Icing hat man dann die sixty-fache Hexagramm, die sich aus Elementen zusammensetzen.

00:21:14: Also

00:21:16: ja... ...dann ich dir das nochmal erklären.

00:21:18: Ja?

00:21:18: Dann

00:21:18: will ich auch mal aussagen.

00:21:20: Vielleicht die chinesische Astrologie.

00:21:25: Und dort habe ich ein Zeichen von dem heisst Die Allmäliche Entwicklung.

00:21:29: und die Allmäleiche Entwicklung hat auch etwas damit zu tun dass ich meditiere in der Bewegung.

00:21:38: Das muss ich auch

00:21:39: sehr... Sie zeigt

00:21:42: eigentlich gar nicht, oder?

00:21:44: Meditieren heisst eigentlich stille Sitzen und Ruhe in sich ruhen.

00:21:49: Ja!

00:21:50: Und das kann ich auch und das mache ich auch.

00:21:53: aber noch lieber mache es bei dem, dass ich laufe.

00:21:56: Also ich...

00:21:57: Und das ist das was mich glaube ich in diesem ganzen Prozess dazu gebracht hat zum Sagen Es ist alles gut.

00:22:07: Also, einfach in dem Gehen und im Laufen.

00:22:11: Ja... Aber

00:22:11: es ist mega spannend!

00:22:12: Ich habe noch nie von diesem Körper... ...das muss man dir mal erzählen?

00:22:16: Ich erzähle.

00:22:16: Und du wirst ganz viel wissen über das.

00:22:19: ja.

00:22:20: Ja.

00:22:21: Aber los hast du auch auf deinem Körper.

00:22:24: Das hat die Bewegung gebraucht.

00:22:27: Ja ich lasse extrem auf meinen Körper.

00:22:31: Ich weiss auch wenn ich Ruhe brauche,

00:22:33: ich ruhe.

00:22:34: Manchmal ist es für mich so umfaltenschwierig, weil ich dann sage Nein.

00:22:41: Ich möchte keine Besuche.

00:22:43: oder wenn meine Tochter kommt mit dem Enkelsohn und sie wird kommen und ich sage, ich kann nicht.

00:22:53: Ich bin müde und muss still sein, das sage ich immer.

00:22:58: Es muss einfach ganz ruhig sein.

00:23:01: Und manchmal kommt sie auch einfach ganz spontan.

00:23:04: Es geht jetzt gut mit uns zwei.

00:23:06: Sie sagt, Mama magst du, wenn ich komme?

00:23:13: Mein Enkelsohn ist zweieinhalbjährig und er ist ziemlich im Bewegen und ist

00:23:20: aktiv.

00:23:22: Und ich mag es nicht immer vertragen.

00:23:24: Ich kann auch heute ihr sagen, jetzt mag ich nicht mehr.

00:23:30: Jetzt wäre ich froh, wenn du wirst gehen.

00:23:32: Und sie dient mir das überhaupt nicht über.

00:23:35: Das hat auch etwas mit meinen Grenzen und letztlich mit meiner eigenen Liebe zu mir selbst zu tun.

00:23:43: Wenn ich merke, jetzt muss ich ruben, dann ist es eine bewusste Entscheidung für mich.

00:23:50: Es hat nichts

00:23:52: nur

00:23:52: etwas mit meiner Liebe zu ihr selbst

00:23:55: zu machen.

00:23:56: Das ist gerade Thema Grenzen an Verknüpft.

00:24:01: Du hast gesagt, du setzt deine Grenzen, wenn du sie nicht mehr magst.

00:24:04: Deine Tochter nimmt das gut an.

00:24:06: Es ist sehr schön!

00:24:08: Aber gibt es sonst Momente, wo du deine Grenze setzt bist um dich selber zu lieben?

00:24:14: Oder wo du wenig machst und was du auch mehr machen musst, um dich mehr zu liebieren?

00:24:22: Nein, wenn es um die Grenzen geht nicht.

00:24:30: Also ich kann sogar auf den Orbe sagen, dass ich meine Grenzen komme

00:24:36: wenn ich einen kurzen Pausen

00:24:39: machen könnte, oder ... Ich wäre froh, dass es noch nicht abgefriert hätte.

00:24:44: Das ist eine sehr grosse Ressource für dich?

00:24:46: Ja, aber das ist eine Ressource.

00:24:48: Ich traue alles der anderen dazu, dass sie sagen, es sei möglich und es sei nicht mehr möglich.

00:24:56: Und hat sich in dieser Zeit verändert die Art, bei der du auch andere Menschen liebst, wenn man dich selbst meldet?

00:25:05: Wie hast du dir das gespürt?

00:25:08: Ich habe mich noch viele Jahre begleitet in einer Krankheit, die wir von Anfang an wissen, dass es zum Tod führen.

00:25:20: Die COPD ist eine schwierige Krankheit zu begleiten und wir waren dort fest im Prozess.

00:25:32: wie viel magst du kann man dir zu muten.

00:25:39: Ich war oft in der Überforderung, was bei mir sehr oft einen Wut auslöst und ich dachte, ich habe du nicht mehr sehr oft unrecht, weil ich aus dieser ganzen Überforderungen ... Und er hatte Erwartungen, denn er war krank.

00:25:58: Und ich merkte, dass ich manchmal mit so einer Wut unterwegs bin, die überhaupt ... dass es mir nicht gut geht und den anderen schon auch nicht.

00:26:08: Und dann habe ich gemerkt, jetzt, wo das ein Ende genommen hat, dass sich wie wieder zu mir zurückkommt und dass es auch hilft... Empathische mit anderen Menschen, die wir gegenüber sind und sie dort auch ein Stück weit begleiten.

00:26:27: Nicht in dem, dass ich sie hier begleite, aber dass ich auch sagen kann Ja!

00:26:33: Ich sehe das Also was du erlebst, ich fühle es.

00:26:38: Ich sehe es vielleicht nicht, aber ich fühl es.

00:26:40: Und ich lasse dir zu und ... Ich bin auch für dich in dieser Situation.

00:26:50: Du hast schon gesagt, dass es einmal verzweifelt ist.

00:26:54: Was hast du dann gemacht um wieder nachher zu dir gekommen?

00:26:58: Es hat einfach Stille und ... Das war mir am Anfang ... Es war zu viel, wenn alle Leute da waren.

00:27:07: Ich sagte mir nicht, ich möchte nicht.

00:27:10: Dann

00:27:11: kannst du deine Grenzen zeigen?

00:27:13: Genau.

00:27:15: Ja.

00:27:16: Hat deine Kindheit dich so viel geprägt, dass du dich weniger oder mehr geliebt

00:27:22: hast?

00:27:24: Ich hatte eine Kindheit, in der ich nicht das Gefühl hatte ... Ich liebe mich selber, ich habe auch nicht das Gefühle gehabt.

00:27:36: Ich habe auch alles versucht, dass er mich liebt und ich nicht den Eindruck hatte.

00:27:44: Ich bringe das

00:27:45: an.

00:27:46: Ich habe es in meinem Ferndissten dann, wenn ich gewisse Spiele gespielt habe, die meine Eltern gemacht haben.

00:28:01: Also ich bin auch bis zu einem gewissen Grad instrumentalisiert

00:28:04: worden.

00:28:06: Und das war ganz schwierig und ich habe lange das nicht

00:28:10: verstanden... auch

00:28:11: im erwachsenen Alter nicht.

00:28:14: Genau!

00:28:15: Ich habe immer gefühlt, wenn die anderen mit mir gerne unterwegs sind dann ist es gut mit mir.

00:28:24: Aber ich hatte zu mir auch wenig Kontakt.

00:28:27: Also dass innerer Kind immer

00:28:36: so geschraubt war also ein unglaubliches Geschehen.

00:28:38: Jetzt komme ich wieder zum... Ich habe ja das Buch gelesen von der Braun Wave was du kennst.

00:28:44: Köln

00:28:45: ist eine Frau aus Australien,

00:28:47: die

00:28:48: viele Menschen im Tod

00:28:50: begleitet hat.

00:28:52: In der Palliative.

00:28:52: Sie schrieb das Buch über die Sachen, wo sie sich eigentlich traurig sind, dass sie gewisse Dinge nicht erlaubt haben und dass sie deswegen nicht so zufrieden sind, was sie am Ende des Lebens reflektiert.

00:29:13: Und an der fünften Stelle war es, dass sie nicht glücklich waren.

00:29:17: An der vierten Stelle haben wir gesagt, dass er keine Zeit hat und verbraucht mit seinen Freunden.

00:29:22: Weil die Leschere, die man mit den Freunden hat, hat man nicht mit der Familie.

00:29:26: Es gibt ja klar eine andere Beziehung.

00:29:29: In der dritten Platz ist es gewesen, dass wir bereuen, dass ihr euch jetzt nicht die eigenen Gefühle mehr äußeren könnt.

00:29:37: Zweitens sind sie bereit, dass Sie viel geschafft haben.

00:29:42: nicht immer sein eigener Leben gelebt hat, sondern für die anderen.

00:29:46: Das spielt jetzt ein kleines Brinn das was du sagst.

00:29:50: Warum findest du dass viele Menschen das Gefühl haben wenn ich mich abbaße an andere dann sind wir mehr lieb?

00:30:01: Weil eigentlich wäre es ja mega schön wenn man sagt Ich bin mich selber und die andern lieben mich für das was ich bin.

00:30:09: Es ist nicht immer einfach, aber warum denkst du, dass das so ein Phänomen ist?

00:30:14: Ich finde es eine ganz gute Frage.

00:30:17: Ich finde sie eine schwierige Frage.

00:30:19: Meine Tante hat mir aufgewachsen und gesagt zu mir, du bist als vierzehn auf die Welt gekommen und du warst die Erste in dieser Familie und hast dir letztens auf die Wahl geholfen und nein gesagt habt.

00:30:35: Und Nein sagen!

00:30:38: ist überhaupt nicht okay gewesen.

00:30:41: Also mein Vater hat es überhaupt nicht akzeptiert, meine Mutter hat sehr unterstützt aber sie war ihr Thema.

00:30:50: Und wenn ich ein Liebe war und mit Nein gesagt habe und das gemacht haben was man von mir erwartet, schulisch, gesellschaftlich... Dann war es ganz easy, dann habe ich wieder auf viel überkommen

00:31:09: noch

00:31:11: hat mich links liegen lassen, noch hat mich kritisiert.

00:31:18: Und das prägt!

00:31:20: Das sind Kindheitsprägungen und dann werden die Muster draus.

00:31:27: Das kennst du?

00:31:29: Genau, das kenn ich natürlich auch.

00:31:31: Wir wissen was das ist, pädagogisch ... Wenn wir ein Verhalten, wenn das zu einem Muster nachführt.

00:31:39: Das ist genau das und ich habe auch gelernt, wenn ich erlebe bin nicht nein sagen und das machen was der Anden gegenüber will dann bin ich geliebt.

00:31:53: Und das ist ja fatal

00:31:56: Mega

00:32:00: mega fatal.

00:32:02: Da bin ich meinem Mann unendlich dankbar, weil er mir seit den letzten vier Jahren aus ganz Schwierigkeiten war.

00:32:10: Also wirklich sehr anspruchsvoll für uns beide.

00:32:13: Ich konnte auch immer Parole bieten und auch immer sagen, ich möchte sie nicht machen und mache jetzt auch nicht.

00:32:24: Aber im Wissen darum, dass er mich einfach unendlicher liebt hat... Das ist so ein Gewinn.

00:32:32: Und für das bin ich ihm so unendlich dankbar, weil er mich eigentlich in der ganzen Arbeit, die ich mit ihm gemacht

00:32:40: habe... Die hat gezeigt was

00:32:42: du... ...da heran geführt hat, wo ich hier bin und das ist der Hammer!

00:32:47: Er hat es mir eigentlich gelernt.

00:32:50: Es ist aber schön, wenn man so eine schöne Erinnerung an ihn oder mit diesen Denkparkäuten, das ist ja mega schön.

00:32:57: Ja.

00:32:58: Mega schön.

00:33:01: Er sagte mir dann, dass man ein halbes Jahr macht und es ihm tut.

00:33:05: Er hatte einen Tiktok und er wollte mich in den Nachricht hinterlassen.

00:33:10: Ich habe keinen Tiktoks oder Facebook, aber er ist mit sozialen Medien ziemlich unterwachsen.

00:33:17: Und er hat mir einen

00:33:19: Nachrichten hinterlassen,

00:33:20: der mir gesagt hat, dass er froh ist, dass das Herz aufgemacht hat für mich.

00:33:25: Das ist ja auch so etwas, weisst

00:33:27: du?

00:33:27: So schön!

00:33:28: Ja... ich habe nachher so weit gemerkt Es ist okay, so wie ich bin.

00:33:34: Auch wenn es schwierig war und er mich manchmal verletzt hat.

00:33:40: Mega schön!

00:33:42: Aber das Schöne?

00:33:48: Gibt es einen Unterschied zwischen sich selber akzeptieren und sich selbst entwickeln in der Selbstliebe?

00:33:58: Ich glaube, akzeptierend entwickeln ist etwas anderes.

00:34:02: In diesem Wort Entwicklung Da liegt ja schon etwas Verborgen, das heisst ... Es wickelt sich etwas auf oder ab.

00:34:12: Oder es entwickelt.

00:34:14: Das war vorerst Küssemusik.

00:34:17: So, das Bild kommt.

00:34:18: Es ist ein Küssemusik.

00:34:20: Und jetzt wird es einfach wie auch immer entwickeln.

00:34:29: Aber hast du nicht das Gefühl, dass in Themen wie selbst schliebe ich?

00:34:33: Man muss wie gewisse Sachen... Verstehen, akzeptieren und ein Schritt weiterkommen.

00:34:42: Das ist genau für mich so zu sagen.

00:34:45: Grundlegend sage ich die Akzeptanz für das was es warne mit dem wo ist und nicht bewerten.

00:34:56: Ich schaue in den Spiegel und habe das Gesicht, das ich habe.

00:35:07: Aber nicht das Gesicht, das ich habe, ist nicht schön.

00:35:12: Sondern so ist es!

00:35:15: Und das kann ja schon ein Jahr dauern, bis man akzeptiert, was es so ist wie es ist

00:35:20: und dann mit dem unterwegs geht.

00:35:24: Das ist der Prozess.

00:35:27: Wenn man nicht akzeptieren will oder anrufen will und es nicht wahrnimmt, kann man keine Entwicklung stattfinden.

00:35:38: Was würdest du deine Jüngeren sagen, was du gelernt hast?

00:35:43: Meines

00:35:44: eigenen.

00:35:46: Ich habe gelernt, dass jeder Mensch, auch wenn ich von außen noch so schön einstiefe, Themen hat, die für ihn nicht stimmen und sich selbst dafür nicht lieb haben.

00:36:08: Grosse Zähne, breite Hüfte Schlaber Fügel, was auch immer.

00:36:16: Das fängt aus für diese Sachen!

00:36:20: Wenn du mich fragen möchtest, könnt ihr das sagen?

00:36:24: Für diesen Teil oder dieses liebe ich mir nicht mehr.

00:36:29: Und das ist so ein Stress... Es ist ja noch draußen und wir müssen lernen.

00:36:37: Ich würde es jedem sagen.

00:36:41: Mit dir, im Inneren.

00:36:45: Im Inneren und nicht im Äußeren.

00:36:48: Mega schön!

00:36:49: Jetzt sind wir gleich am Schluss.

00:36:51: Gibt es irgendetwas, was du gerne mitteilen würdest, die uns zulassen?

00:36:55: Ein Vorschlag oder ein Ratschlag von dir?

00:36:59: Selber lernen zu schätzen.

00:37:04: Und das finde ich auch mega dankbar für das ... die funktionieren, also wollen, dass man gesund sein darf.

00:37:15: Es ist auch das Wichtigste, weil sonst geht gar

00:37:18: nichts mehr

00:37:19: genau.

00:37:20: Gesund sein und dankbar für das.

00:37:24: Danke vielmals eben für den Interview!

00:37:26: Sehr sehr schön gewesen.

00:37:28: Danke

00:37:29: auch

00:37:30: vielmals

00:37:30: uns alle!

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